Tisagenlecleucel (Kymriah) Nebenwirkungen

KurzInfo

Mögliche Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch Kymriah Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen nach der Infusion von Tisagenlecleucel bekommen. Üblicherweise treten sie während der ersten 8 Wochen nach der Infusion auf, eventuell aber auch erst später:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Hohes Fieber und Schüttelfrost. Dies können Symptome einer schwerwiegenden Erkrankung namens Zytokin-Freisetzungssyndrom (cytokine release syndrome) sein. Andere Anzeichen des Zytokin-Freisetzungssyndroms sind: Schwierigkeiten beim Atmen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, niedriger Blutdruck oder Schwindelgefühl/Benommenheit. Diese Symptome treten fast immer innerhalb der ersten 10 Tage nach der Infusion von Kymriah auf.
  • Probleme wie verändertes oder getrübtes Bewusstsein, Delirium, Verwirrtheit, körperliche Unruhe, Krampfanfälle, Schwierigkeiten beim Sprechen und beim Verstehen von Gesprochenem, Gleichgewichtsstörung.
  • Wärmegefühl, Fieber, Schüttelfrost oder Zittern, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre können Anzeichen einer Infektion sein.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Schneller Abbau von Tumorzellen, wobei deren Inhalt in das Blut abgegeben wird. Dies kann die Funktion verschiedener Organe des Körpers, besonders der Nieren, des Herzens und des Nervensystems beeinflussen (Tumor-Lyse-Syndrom).

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Weitere mögliche Nebenwirkungen von Tisagenlecleucel sind nachfolgend aufgeführt. Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend oder ernsthaft werden, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Sehr häufig unter Kymriah: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Blasse Haut, Schwäche, Atemnot
  • Starke oder verlängert auftretende Blutungen oder blaue Flecken
  • Verringerte Spiegel einer oder mehrerer Arten von Blutzellen
  • Appetitverlust, Gewichtsabnahme
  • Anormale Ergebnisse bei Blutuntersuchungen (hohe Werte an: Harnsäure, Glucose; niedrige Werte an: Phosphat, Kalzium, Kalium, Magnesium)
  • Änderungen von Ergebnissen bei Blutuntersuchungen, die anzeigen, wie Ihre Leber und Nieren arbeiten (hohe Werte an: Leberenzymen, Bilirubin, Kreatinin)
  • Durst
  • Angst, Reizbarkeit
  • Verwirrtheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Schneller Herzschlag
  • Niedriger oder erhöhter Blutdruck
  • Kurzatmigkeit, schweres Atmen, schnelles Atmen, Flüssigkeit in den Lungen
  • Blaue Lippen, Hände und Füße
  • Husten
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall
  • Hautausschlag
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen
  • Geringe Urinausscheidung, dunkler Urin
  • Müdigkeit
  • Schlafschwierigkeiten
  • Schwellungen an Knöcheln, Gliedmaßen und im Gesicht

Häufig bei Tisagenlecleucel: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Anzeichen und Symptome von Blutgerinnseln
  • Rote oder violette Flecken unter der Haut
  • Sehr schwere Entzündungen am ganzen Körper (aufgrund des Syndroms der Immunaktivierung)
  • Schlaganfall, der beispielsweise zu Schwäche, Gleichgewichtsstörungen, Sprachschwierigkeiten, Sehstörungen, Schwierigkeiten beim Schlucken führen kann
  • Anormale Ergebnisse aus Blutuntersuchungen (hohe Werte an: Phosphat, Magnesium, einem Enzyms namens alkalischer Phosphatase, das hilft, Lebererkrankungen festzustellen, Fibrin D-Dimer, Serumferritin; niedrige Werte an: Natrium)
  • Krampfanfälle
  • Unwillkürliches Zittern
  • Kribbeln oder Taubheit, auch in Fingern und Zehen
  • Nervenschmerzen
  • Herzversagen, ausbleibender Herzschlag
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Hitzewallungen
  • Nasenbluten
  • Blähungen (aufgeblähter Bauch), Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchbereich
  • Trockener Mund, wunder Mund, Blutungen im Mund, Entzündung des Zahnfleisches
  • Gelbsucht
  • Juckreiz
  • Starkes Schwitzen, Nachtschweiß
  • Grippeähnliche Erkrankung
  • Versagen mehrerer Organe
  • Austritt von Flüssigkeiten aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe. Dies kann zu Gewichtzunahme und Atembeschwerden führen

Arznei-News.de – Quellenangabe: Europäische Kommission – EPAR – 01. Dezember 2018



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