Akute myeloische Leukämie: Pembrolizumab (Keytruda) wirksam

Immuntherapeutikum Pembrolizumab (Keytruda) nach Hochdosis-Chemotherapie führt zu günstigen Ergebnissen bei akuter myeloischer Leukämie (AML)

akute myeloische Leukämie

12.09.2021 Eine klinische Studie, die am Lineberger Comprehensive Cancer Center der UNC und am Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center der Johns Hopkins University durchgeführt wurde, ergab, dass Patienten mit resistenter oder rezidivierender akuter myeloischer Leukämie (AML), einer sehr aggressiven Krebsart, von einer hochdosierten Cytarabin-Behandlung und einer anschließenden Immuntherapie mit Pembrolizumab (Handelsname ist Keytruda) profitieren.

Die Ergebnisse wurden in Blood Cancer Discovery, einer Zeitschrift der American Association for Cancer Research, veröffentlicht.

Die Studie

An der Phase-II-Studie nahmen 37 Patienten unter 70 Jahren teil. Sie erhielten hochdosierte Injektionen von Cytarabin, gefolgt von intravenösem Pembrolizumab zwei Wochen später, um zu untersuchen, ob das klinische Ansprechen durch die zusätzliche Gabe von Pembrolizumab verbessert werden kann. Am primären Endpunkt der Studie hatten 14 Patienten (38 Prozent) eine vollständige Remission ihrer Krebserkrankung.

Diese Ergebnisse sind vergleichbar mit den Remissionsraten, die mit hochdosiertem Cytarabin und anderen Chemotherapieschemata bei resistenter oder rezidivierter AML erzielt wurden. Noch besser ist, schreiben die Autoren, dass bei Patienten, die von der Standardtherapie nicht profitiert hatten und in der zweiten Gesamtbehandlungsphase hochdosiertes Cytarabin gefolgt von Pembrolizumab erhielten, 46 Prozent der Studienteilnehmer mit dieser Doppelbehandlung eine vollständige Remission erreichten, was darauf hindeutet, dass diese Behandlung zu einem frühen Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs am besten geeignet sein könnte. Schwerwiegende Nebenwirkungen waren selten und begrenzt.

Verbindung mit T-Zellen

Die Kliniker fanden nicht nur einen Nutzen für eine Chemotherapie mit anschließender Immuntherapie, sondern stellten auch fest, dass eine bestimmte Art von Zellen des Immunsystems (die sogenannten T-Zellen) vor der Behandlung vorherrschend waren. Der Nutzen der Behandlung hing mit der Funktion dieser T-Zellen zusammen, da eine bestimmte Population von T-Zellen möglicherweise durch Pembrolizumab reaktiviert werden konnte.

Das Vorhandensein dieser T-Zellen könnte eine Vorhersage darüber ermöglichen, welche Patienten von Pembrolizumab bei AML profitieren. Außerdem waren verschiedene Genverläufe in den Leukämiezellen der auf die Behandlung mit Pembrolizumab ansprechenden Patienten stärker ausgeprägt, was darauf schließen lässt, dass diese Gene als potenzielle Biomarker zur Vorhersage des Ansprechens dienen könnten.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Blood Cancer Discovery 2021 doi: 10.1158/2643-3230.BCD-21-0070

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