Acetylsalicylsäure (Aspirin) bei älteren Menschen

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Aspirin-Behandlung kann Mortalität (Sterblichkeit) bei Senioren reduzieren

05.12.2019 Eine Aspirin-Einnahme von dreimal oder mehr pro Woche ist mit einer Reduktion der Gesamtmortalität (Sterblichkeit), der Mortalität aufgrund jeder Art von Krebs bei älteren Menschen verbunden laut einer in JAMA veröffentlichten Studie.

Holli A. Loomans-Kropp vom National Cancer Institute in Rockville, Maryland, und Kollegen untersuchten die Beziehung zwischen der Einnahme von Aspirin (Wirkstoff Acetylsalicylsäure; ASS) und der Sterblichkeit aufgrund aller Erkrankungen, aller Krebsarten, Magen-Darm-Krebs und CRC-Mortalität (kolorektales Karzinom) bei 146.152 Personen (Durchschnittsalter bei Studienbeginn 66,3 Jahre), die im Durchschnitt 12,5 Jahren beobachtet wurden (1.822.164 Personenjahre).

Die Forscher fanden heraus, dass die Aspirin-Einnahme ein- bis dreimal im Monat mit einem insgesamt reduzierten Sterberisiko und einer verringerten Krebsmortalität verknüpft war, verglichen mit der Nicht-Einnahme von ASS (Hazard Ratios 0,84 bzw. 0,87).

Reduzierte Risiken für die Sterblichkeit aufgrund aller Ursachen, Krebs, Magen-Darm-Krebs und kolorektales Karzinom wurden bei Aspirin dreimal oder mehr pro Woche beobachtet (Hazard Ratios 0,81, 0,85, 0,75 und 0,71).

Bei der Schichtung nach dem Body-Mass-Index (BMI) korrelierte die drei- oder mehrmalige Anwendung von Aspirin pro Woche mit einem reduzierten Risiko für die Mortalität aufgrund aller Ursachen und der allgemeinen Krebssterblichkeit bei älteren Menschen mit einem BMI von 20 bis 24 kg/m² (Hazard Ratios 0,82 bzw. 0,86) und einem reduzierten Gesamtrisiko der Mortalität, Krebssterblichkeit insgesamt, Magen-Darm-Krebs-Sterblichkeit und der aufgrund von kolorektalem Krebs bei einem BMI von 25 bis 29,9 kg/m² (Hazard Ratios 0,82, 0,86, 0,72 bzw. 0,66).

Zukünftige Studien sollten die Verbindung von BMI mit der Wirksamkeit von Aspirin als krebspräventives Mittel zur Anpassung an die sich ändernden globalen Adipositas-Entwicklungen (auch grade bei älteren Patienten) weiter untersuchen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA