Acetylsalicylsäure (Aspirin) gegen Demenz

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Niedrig dosiertes Aspirin kann das Demenzrisiko bei Frauen mit Diabetes senken

24.12.2019 Der langfristige Einsatz von niedrig dosiertem Aspirin (Wirkstoff ist Acetylsalicylsäure) kann das Risiko für Demenz bei Frauen mit Typ-2-Diabetes reduzieren laut einer in Diabetes Care veröffentlichten Studie.

Langzeitanwendung von niedrig dosiertem Aspirin

Chisa Matsumoto vom Hyogo College of Medicine in Nishinomiya, Japan, und Kollegen nutzten Follow-up-Daten aus der Japanese Primary Prevention of Atherosclerosis for Diabetes (2002 bis 2017), um die Wirksamkeit der Langzeitanwendung von niedrig dosiertem Aspirin zur Prävention von Demenz bei 2.536 Patienten mit Diabetes zu bewerten.

Von den ursprünglich aufgenommenen Patienten behielten 2.121 (84 Prozent) ihre ursprüngliche Zuteilung bei. In einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 11,4 Jahren entwickelten 128 Patienten eine Demenz.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Prävention von Demenz

Die Forscher fanden heraus, dass es nach Bereinigung hinsichtlich Alter, Geschlecht und anderer etablierter Risikofaktoren keinen Gesamteffekt für niedrig dosiertes Aspirin zur Prävention von Demenz gab (Hazard Ratio [HR] 0,82; 95 Prozent Konfidenzintervall [CI], 0,58 bis 1,16).

Es wurde jedoch eine signifikante Reduktion des Demenzrisikos für Frauen festgestellt (HR 0,58; 95 Prozent CI, 0,36 bis 0,95); bei Männern wurde diese Verringerung nicht beobachtet (HR 1,27; 95 Prozent CI, 0,75 bis 2,13; Pinteraction = 0,03).

Diese Ergebnisse sollten durch Studien mit größeren Stichproben und längeren Follow-Up-Zeiträumen, einschließlich der genetischen und soziokulturellen Bewertung der Teilnehmer, weiter validiert werden, schreiben die Studienautoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Diabetes Care – https://doi.org/10.2337/dc19-1188