Acetylsalicylsäure (Aspirin) – Melanom, Schwarzer Hautkrebs

Einsatz bei / Auftreten von:
Atherosklerose, Blutungen, Blutungsrisiko, Brustkrebs, Bypass, Eierstockkrebs, Ovarialkrebs, Entzündungen, Herzerkrankungen, Kardiovaskuläres Risiko, Krebs, Leberkrebs, Lebererkrankungen, Leberzellkarzinom, Magen-Darm-Krebs, Operationen, Prostatakrebs, Präeklampsie, Venenthrombose, Zahnwiederaufbau / Zahn-Selbstheilung

Tägliches Aspirin: Erhöhtes Risiko für schwarzen Hautkrebs bei Männern

03.05.2018 Männer, die einmal täglich Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnahmen, hatten fast das doppelte Risiko für die Entwicklung eines Melanoms (auch schwarzer Hautkrebs genannt) im Vergleich zu Männern, die das Medikament nicht täglich einnahmen, berichtet eine neue im Fachblatt Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlichte Studie.

Frauen hatten jedoch kein erhöhtes Risiko in dieser großen Patientenstichprobe.

Die Studie analysierte die medizinischen Daten von fast 200.000 Patienten, die das Medikament einnahmen oder nicht exponiert (Kontrollgruppe) waren. Die Teilnehmer waren im Alter von 18-89 Jahren, ohne eine vorherige Erkrankung an einem Melanom und wurden für mindestens fünf Jahre in Nachuntersuchungen überwacht.

Für die Aspirin-exponierte Patientenpopulation umfasste die Studie nur Patienten, die zwischen Januar 2005 und Dezember 2006 mindestens ein Jahr lang einmal täglich das Medikament in einer Dosis von 81 oder 325 mg einnahmen, um mindestens fünf Jahre Follow-up-Daten zu ermöglichen, und so festzustellen, ob ein Melanom im Laufe der Zeit aufgetreten ist. Von den insgesamt 195.140 Patienten nahmen 1.187 Acetylsalicylsäure (ASS) ein. Von diesen 1.187 Patienten wurden 26 (2,19 Prozent) Männer und Frauen später mit schwarzem Hautkrebs diagnostiziert im Vergleich zu 1.676 (0,86 Prozent) Männern und Frauen ohne ASS-Exposition.

Als die Gruppen in Männer und Frauen getrennt wurden, stellten die Forscher bei Männern mit einer täglichen Aspirin-Einnahme ein fast doppelt so hohes Risiko für die Diagnose eines Melanoms (angepasstes relatives Risiko: 1,83) im Vergleich zu Männern in derselben Population fest, die nicht Aspirin ausgesetzt waren, schreibt Dr. Beatrice Nardone von der Feinberg School of Medicine der Northwestern Universität.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of the American Academy of Dermatology, Northwestern Universität



Schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament:

Kommentare werden nach Prüfung auf Arznei-News.de veröffentlicht.
Machen Sie bitte keine persönlichen Angaben (wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefon-Nr., Email-Adresse etc.)!
Benutzen Sie bitte aus Lesbarkeitsgründen auch Komma, Punkt und Absatz. :-)