Dapagliflozin wird von COVID-19-Patienten gut vertragen

Auswirkungen von Dapagliflozin auf primäre und sekundäre Endpunkte konsistent für Patienten mit eGFR <60 und ≥60 mL/min pro 1,73 m2

30.04.2022 Die Wirkung von Dapagliflozin ist bei hospitalisierten Patienten mit COVID-19 mit einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) <60 und ≥60 ml/min pro 1,73 m2 ähnlich laut einer im Clinical Journal of the American Society of Nephrology veröffentlichten Studie.

Dapagliflozin in Respiratory Failure in Patients with COVID-19 (DARE-19)

Dr. Hiddo J. L. Heerspink vom University Medical Center Groningen in den Niederlanden und Kollegen führten eine Sekundäranalyse der Studie Dapagliflozin in Respiratory Failure in Patients with COVID-19 (DARE-19) durch, in der 1.250 hospitalisierte Patienten mit COVID-19 und kardiometabolischen Risikofaktoren nach dem Zufallsprinzip Dapagliflozin oder Placebo zugewiesen wurden.

Zwei primäre Endpunkte (Zeit bis zum Auftreten einer neuen oder verschlechterten Organfunktionsstörung oder bis zum Tod sowie ein hierarchisch zusammengesetzter Endpunkt der Genesung) und wichtige sekundäre Nierenendpunkte wurden bei Patienten mit einer Ausgangs-EGFR <60 und ≥60 ml/min pro 1,73 m2 untersucht.

Ergebnisse

Die Forscher fanden heraus, dass die Wirkung von Dapagliflozin im Vergleich zu Placebo über die eGFR-Untergruppen hinweg konsistent war, und zwar in Bezug auf das primäre Präventionsergebnis (Hazard Ratio: 0,80; 95-Prozent-Konfidenzintervall: 0,58 bis 1,10), das primäre Erholungsergebnis (Win Ratio: 1,09; 95-Prozent-Konfidenzintervall: 0,97 bis 1,22) und das zusammengesetzte Nierenergebnis (Hazard Ratio: 0,74; 95-Prozent-Konfidenzintervall: 0,50 bis 1,07; P für Interaktion: 0,98, 0,67 bzw. 0,44).

Die Auswirkungen von Dapagliflozin auf die akute Nierenschädigung waren auch bei Patienten mit einer eGFR <60 mL/min pro 1,73 m2 (Hazard Ratio: 0,71; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,29 bis 1,77) und ≥60 mL/min pro 1,73 m2 (Hazard Ratio: 0,69; 95 Prozent Konfidenzintervall: 0,37 bis 1,29) ähnlich. Bei Patienten mit einer eGFR <60 und ≥60 mL/min pro 1,73 m2 war Dapagliflozin gut verträglich.

„Diese neuen Daten aus der DARE-19-Studie bestätigen die Sicherheit von Dapagliflozin bei akut kranken Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus aufgenommen werden, auch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die ein besonders hohes Risiko für eine akute Nierenschädigung haben“, sagte Heerspink in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: CJASN April 2022, CJN.14231021; DOI: https://doi.org/10.2215/CJN.14231021

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