Irbesartan

Irbesartan ist ein AT1-Antagonist, der bei Bluthochdruck und Herzinsuffizienz eingesetzt wird.

Blutdruckmittel verlangsamt Aortendilatation beim Marfan-Syndrom

30.08.2018 Kinder und junge Erwachsene mit Marfan-Syndrom zeigten eine langsamere Vergrößerung bzw. Dilatation der Aorta, nachdem sie ein Medikament zur Senkung des Blutdrucks erhalten hatten, ergab eine kürzlich auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) vorgestellte Studie.

Einsatz beim Marfan-Syndrom

Die Aortic Irbesartan Marfan Study (AIMS) war die erste randomisierte Studie, in der untersucht wurde, ob der Angiotensin-Rezeptorblocker Irbesartan, ein Medikament, das bei einigen Patienten mit hohem Blutdruck eingesetzt wird, die Rate der Aortenwurzelerweiterung beim Marfan-Syndrom reduziert.

An der Studie nahmen 192 Patienten im Alter von sechs bis 40 Jahren aus 22 Zentren in Großbritannien teil. Alle Patienten erhielten bei Verträglichkeit einen Betablocker. Die Patienten wurden einmal täglich auf Irbesartan (150-300 mg, abhängig vom Körpergewicht) oder Placebo randomisiert.

In beiden Behandlungsgruppen lag das Durchschnittsalter der Teilnehmer bei 18 Jahren, wobei ein Viertel zwischen sechs und elf Jahren alt war.

Langsamere Aortendilatation

Mehr als die Hälfte (56%) nahmen während der Studie Betablocker ein. Der Aortendurchmesser wurde mit Hilfe der transthorakalen Echokardiographie zu Beginn und in jährlichen Abständen von bis zu fünf Jahren bestimmt.

Während der fünfjährigen Follow-up-Phase vergrößerte sich die Aorta in beiden Gruppen weiter, wobei die Dilatationsrate unter Irbesartan langsamer als in der Placebogruppe – 0,53 mm gegenüber 0,74 mm pro Jahr – war. Dies entspricht einer statistisch signifikanten Reduktion von 0,22 mm pro Jahr.

Die Rate der Nebenwirkungen – einschließlich der Notwendigkeit einer Herzoperation zum Ersatz der Aortenwurzel – war in beiden Gruppen ähnlich.
© arznei-news.de – Quellenangabe: ESC Congress 2018



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