Medazepam (Rudotel)

Tranquilizer / BeruhigungsmittelPsychopharmaka

Wirkung, Einsatz

Einordnung unter: Tranquilizer / Beruhigungsmittel, Psycholeptika, Anxiolytika, Benzodiazepin-Derivate.
Wirkstoff, Wirkstoffgruppe: Medazepam, Benzodiazepine
Wirkung auf die Psyche: amnestisch, anxiolytisch, antikonvulsiv, sedierend und muskelrelaxierend.

Das Medikament wird bei Angststörungen, Schlafstörungen eingesetzt.

Die Halbwertszeit von Medazepam beträgt 36-200 Stunden.[

Medikamente, die den Wirkstoff Medazepam enthalten: Rudotel, Rusedal.

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen:

Häufig bei Medazepam: Müdigkeit, (Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit), Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Ataxie, Verwirrtheit, anterograde Amnesie, überhangseffekte (Konzentrationsstörungen, Restmüdigkeit); wegen muskelrelaxierender Wirkung Sturzgefahr bei älteren Patienten;

selten bei Medazepam: Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall), Gelbsucht, Harnverhalt, Glottisspasmen, Brustschmerzen, Blutdruckabfall, Bradykardie (Langsamherzigkeit), Niedergeschlagenheit (Depression), Libidoverlust, Menstruationsstörungen, Appetitzunahme, Mundtrockenheit, allergische Hautveränderungen (z.B. Juckreiz, Hautrötungen, Hautausschlag), Atemdepression;

reversible Störungen (Artikulationsstörungen, Diplopie, Nystagmus, Bewegungs.- und Gangunsicherheit; „paradoxe“ Reaktionen, z.B. akute Erregungszustände, Angst, Suizidalität, Schlaflosigkeit, Wutanfälle, vermehrte Muskelspasmen,

Toleranzentwicklung – Suchtpotenzial ist bei Medazepam vorhanden,

durch plötzliches Absetzen nach längerer Einnahme: Schlafstörungen, vermehrtes Träumen, Wiederauftreten von Spannungs und Erregungszuständen bei Medazepam. (Symptome: Zittern, Schwitzen, Erhöhung der Krampfbereitschaft mit Auslösen von Krampfanfällen, symptomatische Psychosen); Abhängigkeitsentwicklung.

Gegenanzeigen, Warnhinweise

Gegenanzeigen / Warnhinweise

Nicht anwenden bei: Alkoholabusus, Arzneimittelabhängigkeit / Arzneimittelmissbrauch / Drogenabhängigkeit – auch in der Vorgeschichte, akutes Engwinkelglaukom, Intoxikation durch Alkohol und Medikamente wie Opioide, Hypnotika, Tranquilizer, Neuroleptika, Lithium u.a., Überempfindlichkeit gegen Medazepam oder andere Benzodiazepine sowie einen der sonstigen Hilfsstoffe.

Anwendungsbeschränkungen

Medazepam nur bedingt / geringer dosiert / überwacht anwenden bei: Alter über 65 Jahre oder unter 16 Jahren, schwere Leberinsuffizienz, schwerer Leberschaden, schwere Niereninsuffizienz, cholestatischer Ikterus, Krampfanfälle, reduzierter Allgemeinzustand, Asthma bronchiale, Myasthenia gravis, spinale und zerebrale Ataxie, schwere chronische Hyperkapnie – Ateminsuffizienz, intrahepatische Cholestase, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, Depression, Suizidalität, Entzugssyndrom, Dyspnoe, Herzinsuffizienz, hirnorganisches Syndrom, Schlafapnoe.

In der Schwangerschaft sehr strenge Indikationsstellung / kontraindiziert.
Während der Stillzeit: Kontraindiziert – Abstillen – Benzodiazepine gehen in die Muttermilch über.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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