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Migräneprävention: Hautsensitivität als Indiz für Ansprechen auf Galcanezumab

Ergebnisse sowohl bei chronischer als auch bei hochfrequenter episodischer Migräne auf Grundlage des schmerzfreien Zustands

Migräneprävention: Hautsensitivität als Indiz für Ansprechen auf Galcanezumab

22.02.2023 Anhand des Vorhandenseins bzw. der Abwesenheit nicht-iktaler Allodynie (Allodynie: gesteigerte Schmerzempfindlichkeit) können Migränepatienten identifiziert werden, die wahrscheinlich auf Galcanezumab ansprechen. Dies geht aus einer online in Cephalalgia veröffentlichten Studie hervor.

Dr. Sait Ashina vom Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston und Kollegen untersuchten, ob es möglich ist, das Ansprechen eines Patienten auf eine prophylaktische Behandlung mit Galcanezumab anhand des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins einer zephalen (den Kopf betreffend) und/oder extrazephalen Allodynie während der nicht-iktalen Phase der Migräne (iktal=während des Anfalls) vor der Behandlung zu bestimmen.

  • Die Forscher stellten fest, dass bei Anwendung strenger Kriterien für Allodynie (Hitze: 32 bis 40 Grad Celsius; Kälte: 32 bis 20 Grad Celsius; mechanisch: <60 g) die Inzidenz der nicht-iktalen zephalen Allodynie vor der Behandlung 21 Prozent bei den 24 Respondern (>50 Prozent Rückgang der monatlichen Migränetage) und 85 Prozent bei den 19 Non-Respondern betrug.
  • Die Inzidenz der nicht-iktalen extrazephalen Allodynie war bei der Unterscheidung von Respondern und Non-Respondern weniger genau.
  • Die Häufigkeit der nicht-iktalen zephalen Allodynie war sowohl bei chronischer Migräne als auch bei hochfrequenter episodischer Migräne ähnlich.

„Dies ist ein weiterer neuer Befund, der auf die Möglichkeit hinweist, dass der Zustand der nicht-iktalen Allodynie auf molekulare, zelluläre und/oder physiologische Eigenschaften der zentralen trigeminovaskulären Neuronen und der Hirnareale zurückzuführen ist, die ihre Erregbarkeit regulieren und die auf die genetische Belastung des einzelnen Patienten und nicht auf den pathophysiologischen Zustand der Krankheit zurückzuführen sind“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Cephalalgia doi.org/10.1177/033310242211478

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