Sotagliflozin

Typ 1 Diabetes: Positive Ergebnisse in Phase 2 Studie

26.10.2016 Lexicon Pharmaceuticals berichtet, dass die klinische Phase-2-Studie inTandem4 mit dem SGLT1- und SGLT2-Inhibitor Sotagliflozin ihren primären Endpunkt erreicht hat und eine statistisch signifikante Reduktion von A1C in 12 Wochen bei Patienten mit Typ-1-Diabetes zeigte.

sotagliflozinDie Phase-2-Studie inTandem4 sollte die Eignung der – für das laufende Phase-3-Programm von Lexicon für Diabetes Typ 1 ausgewählten – Dosen bestätigen und sekundäre Endpunkte in Bezug auf den doppelten Wirkmechanismus von Sotagliflozin, das SGLT1 im gastrointestinalen Trakt (GI) und SGLT2 in der Niere hemmt, auswerten.

Beide Phase-3-Dosen des Medikaments – 200 mg und 400 mg einmal täglich – zeigten statistisch signifikante (p <0,001 bzw. p = 0,006) und klinisch signifikante Reduktionen von A1C gegenüber Placebo.

Patienten, die mit Sotagliflozin behandelt wurden, erreichten nach 12 Wochen Behandlung durchschnittliche A1C-Senkungen im Vergleich zur Baseline von 0,60%, 0,84% und 0,73% unter den 75 mg, 200 mg bzw. 400 mg Dosen verglichen mit 0.35% unter Placebo.
© arznei-news.de – Quelle: Lexicon Pharmaceuticals, Okt. 2016

Verbesserte Glukosekontrolle in Ph3-Studie

13.09.2017 Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie der Universität Colorado Anschutz zeigt, dass Sotagliflozin zu einer verbesserten Glukosekontrolle und reduziertem Bedarf an Insulin bei Patienten mit Typ-1-Diabetes führte.

Hämoglobin A1C-Konzentration

Unter den 1.402 Studienteilnehmern, die das Medikament erhielten, zeigte Sotagliflozin klinisch aussagekräftige und statistisch signifikante Wirkungen auf die Glukosekontrolle.

Die Hämoglobin A1C-Konzentration, ein Maß für den Plasmaglukosewert, konnte verbessert werden. Die Patienten erreichten eine niedrigere Rate an bestätigter schwerer Hypoglykämie als bei Placebo-Patienten und verloren auch an Gewicht.

Wirkstoff

Sotagliflozin ist ein einzigartiger dualer Inhibitor, der zwei Natrium-Glukose-Transporter hemmt: SGLT1 und SGLT2. Jeder verändert die Glukosewerte. SGLT1 reguliert die Aufnahme von Glukose im Darm, während SGLT2 die Wiederaufnahme von Glukose in der Niere reguliert, so die Autoren um Satish Garg.

Die inTandem3-Studie war eine an 133 Standorten weltweit durchgeführte doppelblinde, placebokontrollierte und randomisierte Phase-3-Studie mit Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes.

Sicherheit und Wirksamkeit

Die 24-Wochen-Studie untersuchte die Sicherheit und Wirksamkeit von Sotagliflozin 400 mg pro Tag bei randomisierten Patienten, die mit Insulin behandelt wurden – Pumpen oder Injektionen. Zu den in Frage kommenden Patienten zählten Männer und nicht-schwangere Frauen ab 18 Jahren, die selbst ihren Blutzucker maßen.

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt mit statistischer Signifikanz, und demonstrierte die Überlegenheit von Sotagliflozin 400 mg im Vergleich zu Placebo beim Anteil der Patienten mit HbA1c geringer als sieben Prozent in Woche 24, ohne Episode einer schweren Hypoglykämie und ohne Episode diabetischer Ketoazidose nach der Randomisierung.

Sekundäre Endpunkte

Bei allen vier sekundären Endpunkten erreichte Sotagliflozin bessere Werte als Placebo mit statistischer Signifikanz, einschließlich der HbA1c-Veränderung von der Baseline, Körpergewicht, systolischer Blutdruck bei Patienten mit Baseline SBP weniger als oder gleich 130 mm Hg und Bolus Insulin Dosis. Sotagliflozin reduzierte HbA1c signifikant im Vergleich zu Placebo nach 24 Wochen Behandlung.

Wie bei Natrium-Glukose Cotransporter 2 (SGLT2)-Hemmern üblich, zeigten die Patienten mehr Episoden diabetischer Ketoazidose auch in dieser Studie, schreiben die Autoren.

Ebenso traten Diarrhöe und genitale mykotische Infektion bei den mit dem Wirkstoff behandelten Teilnehmern häufiger auf als unter Placebo, aber weniger als ein Prozent beendeten die Studie wegen dieser Effekte.
© arznei-news.de – Quelle: New England Journal of Medicine, Sept. 2017



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