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Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) bei Vorhofflimmern

Nutzen und Risiken einer direkten oralen Antikoagulanzientherapie mit Standard- versus reduzierter Dosis für ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen und Vorhofflimmern

Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) bei Vorhofflimmern

08.11.2023 Eine landesweite Studie mit 21.878 älteren Pflegeheimbewohnern mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern (NVAF) ergab eine höhere Blutungsrate und nur geringe Unterschiede in der Wirksamkeit der Standardbehandlung im Vergleich zur Behandlung mit direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) in reduzierter Dosierung.

„Angesichts der potenziellen Risiken und des unklaren Nutzens der Standard-DOAC-Dosierung unterstützen unsere Ergebnisse die Verwendung von DOAC in reduzierter Dosierung für viele ältere Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen und Vorhofflimmern“, sagte Dr. Sarah Berry vom Hinda and Arthur Marcus Institute for Aging Research von Hebrew SeniorLife.

DOAC können schwere thrombotische Ereignisse wie Schlaganfälle bei Menschen mit nichtvalvulärem Vorhofflimmern (NVAF) verhindern und haben ein geringeres Risiko für schwere Blutungen als Warfarin.

Bei Personen, die DOAC in Standarddosierung erhielten, traten pro 100 Personenjahre 1,4 mehr schwere Blutungen auf als bei denjenigen, die eine reduzierte Dosierung erhielten, wobei die höchsten relativen Blutungsraten bei Personen im Alter von ≥80 Jahren oder bei nicht fettleibigen Personen zu verzeichnen waren.

Während des einjährigen Nachbeobachtungszeitraums betrug die Gesamtrate schwerer Blutungen in dieser Population 8,6 pro 100 Personenjahre (PY) und 5,7 pro 100 PY für thrombotische Ereignisse.

Die Ergebnisse wurden in dem Artikel „Benefits and Harms of Standard versus Reduced-Dose Direct Oral Anticoagulant Therapy for Multimorbid Older Adults with Atrial Fibrillation“ im Journal of the American Heart Association veröffentlicht.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of the American Heart Association (2023). DOI: 10.1161/JAHA.122.029865

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