Progesteron bewahrt Säuglinge vor Frühgeburt

Studie zeigt, dass Progesteron Frauen mit kurzem Gebärmutterhals besser vor Frühgeburten schützt als ein Pessar

Progesteron bewahrt Säuglinge vor Frühgeburt

13.03.2024 Frauen mit einem kurzen Gebärmutterhals um die 20. Schwangerschaftswoche haben ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt. Die Verhinderung einer Frühgeburt bei schwangeren Frauen mit einem kurzen Zervix ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Gesundheit des Kindes.

Forschungen der UMC Amsterdam zeigen nun laut einer in BMJ veröffentlichten Studie, dass Progesteron (ein Hormon) bei schwangeren Frauen mit einem kurzen Gebärmutterhals um die 20 Wochen herum das Risiko einer schweren Frühgeburt besser verringert als ein Gebärmutterhalspessar.

„Dies ist eine wichtige Verbesserung, die zur Verringerung von Frühgeburten und den damit verbundenen Komplikationen wie einem erhöhten Risiko der Säuglingssterblichkeit und langfristigen Gesundheitsproblemen für das Kind beitragen kann“, sagt Eva Pajkrt, Professorin für Geburtshilfe am Amsterdam UMC.

Verringerung extremer Frühgeburten

Das Forscherteam am Amsterdam UMC untersuchte die beste Behandlung für Frauen, deren Gebärmutterhals bei der Ultraschalluntersuchung in der 20. Woche kürzer als 25 mm ist. An dieser Studie nahmen 25 Zentren in den Niederlanden teil.

An der Studie nahmen Frauen mit einem kurzen Gebärmutterhals teil, die nach dem Zufallsprinzip auf Progesteron oder ein Pessar randomisiert wurden. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Progesteron bei der Verringerung extremer Frühgeburten wirksamer ist als ein Pessar. Diese Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, die Länge des Gebärmutterhalses bei der Ultraschalluntersuchung in der 20. Woche zu messen und Frauen mit einem Gebärmutterhals von weniger als 25 mm über die Möglichkeit einer Behandlung mit Progesteron zu informieren, schreiben die Forscher.

Kein signifikanter Unterschied bei Frauen mit einer Zervixlänge zwischen 25 mm und 35 mm

Bei Frauen mit einer Zervixlänge zwischen 25 mm und 35 mm gab es keinen signifikanten Unterschied bei der Anzahl von Komplikationen aufgrund von Frühgeburten zwischen der Progesteron- und der Pessar-Gruppe. „Auf der Grundlage unserer Studie empfehlen wir, die Länge des Gebärmutterhalses bei allen schwangeren Frauen im Rahmen der Ultraschalluntersuchung in der 20. Woche zu messen.“

Frauen mit einem Gebärmutterhals, der kürzer als 25 mm ist, sollten über die Möglichkeit einer Behandlung mit Progesteron informiert werden, sagt Pajkrt.

© arznei-news.de – Quellenangabe: BMJ – DOI 10.1136/bmj-2023-077033

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