Tramiprosat

Tramiprosat ist ein Beta-Amyloid-Antagonist, der von Neurochem zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit entwickelt wurde.

Alzheimer: Phase-3-Analysen zeigen klinischen Nutzen bei APOE4-Trägern

25.10.2016 Eine in der Zeitschrift The Journal of the Prevention of Alzheimer’s Disease veröffentlichte Studie berichtet über Phase-3-Daten der Auswertung von Tramiprosat bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Krankheit.

Wirksamkeit

Diese Wirksamkeitsuntersuchungen wurden anhand der Anzahl der ε4-Allele des Apolipoproteins E (APOE4) ausgewertet, einem wichtigen genetischen Risikofaktor bei bis zu 65 Prozent der Patienten mit Alzheimer-Krankheit (AK).

Die publizierten Ergebnisse zeigten einen Gen-Dosis-Effekt der hohen Dosis von Tramiprosat (150 mg, zweimal täglich) bei Patienten mit zwei APOE4-Allelen (APOE4 / 4-Homozygoten), die den größten klinischen Nutzen aufwiesen. Diejenigen mit einem APOE4-Allel (APOE4-Heterozygote) zeigten einen moderaten Nutzen, während APOE4-Nichtträger nicht von Tramiprosat profitierten.

Die in JPAD veröffentlichten Ergebnisse sind die ersten Belege aus einer großen klinischen Studie, die die Wirksamkeit eines auf Amyloid gerichteten Wirkstoffes mit APOE4-Status bei Alzheimer-Patienten untersuchte.

Sicherheit

Das Sicherheitsprofil von Tramiprosat bei den 2.025 Alzheimer-Patienten über die beiden Studien war günstig und ähnlich bei APOE4-Trägern und Nichtträgern.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen und Gewichtsverlust), die leicht oder moderat eingestuft wurden.

Neue ARIA-E Sicherheitsanalysen wurden in der JPAD-Publikation berichtet. Magnetresonanztomographie-Auswertungen bei 426 Patienten wurden während der Phase-3-Studien durchgeführt und zeigten kein Vorkommnis eines vasogenen Hirnödems (ARIA-E oder Amyloid-bezogene Bildgebungsanomalie-Ödeme) bei allen Tramiprosat-Dosen. Vasogene Ödeme (oder Hirnschwellungen) wurden in klinischen Studien mit einigen injizierbaren Anti-Amyloid-Antikörpern beobachtet, und erfordern eine MRT-Überwachung, wobei die Auswirkungen gelegentlich schwer sein können.
© arznei-news.de – Quelle: The Journal of the Prevention of Alzheimer’s Disease, Okt. 2016





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