Zuranolon bei postpartaler Depression

Wirksamkeit von Zuranolon vs. Placebo bei postpartaler Depression

01.07.2021 Bei Frauen mit postpartaler Depression (auch postnatale oder Wochenbettdepression genannt) verbessert Zuranolon die Depressionssymptome – gemessen mit der 17-teiligen Hamilton Rating Scale for Depression (HAMD-17) – laut einer in JAMA Psychiatry veröffentlichten Studie.

Dr. Kristina M. Deligiannidis vom Zucker Hillside Hospital in Glen Oaks, New York, und Kollegen führten eine randomisierte, ambulante Studie mit Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren durch, die nicht länger als sechs Monate nach der Geburt an einer postpartalen Depression litten und einen HAMD-17-Basiswert von 26 oder höher aufwiesen. Die Teilnehmerinnen wurden nach dem Zufallsprinzip entweder einem Placebo oder Zuranolon zugeteilt, welche zwei Wochen lang jeden Abend oral verabreicht wurde (76 bzw. 77 Teilnehmerinnen).

Wirksamkeit

Die Forscher beobachteten am 15. Tag eine signifikante Verbesserung des HAMD-17-Scores gegenüber dem Ausgangswert unter Zuranolon im Vergleich zu Placebo (-17,8 versus -13,6; Differenz, -4,2). Vom dritten bis zum 45. Tag wurden anhaltende Unterschiede in den HAMD-17-Scores zugunsten von Zuranolon beobachtet (Unterschiede: -2,7 bzw. -4,1).

Am 15. Tag gab es anhaltende Unterschiede zugunsten von Zuranolon in Bezug auf das Ansprechen auf den HAMD-17-Score (Odds Ratio: 2,63), die Remission des HAMD-17-Scores (Odds Ratio: 2,53), die Veränderung des Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale Scores (Differenz: -4,6) und des Hamilton Rating Scale for Anxiety Scores (Differenz: -3,9) gegenüber dem Ausgangswert.

Sicherheit, Nebenwirkungen

Eine Patientin in jeder Gruppe wies ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis (Nebenwirkung) auf (Verwirrtheitszustand in der Zuranolon-Gruppe und Pankreatitis in der Placebo-Gruppe). Aufgrund eines unerwünschten Ereignisses brach eine Patientin in der Zuranolon-Gruppe und keine in der Placebo-Gruppe die Behandlung ab.

Diese ermutigenden Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt bei den Bemühungen, eine neuartige Behandlungsoption für Patientinnen mit postpartaler Depression zu entwickeln, sagte Deligiannidis in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Psychiatry – doi:10.1001/jamapsychiatry.2021.1559





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen mit diesem Medikament. Aus Lesbarkeitsgründen bitte Komma, Punkt und Absatz setzen (keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift etc).

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren