Neuroleptika, Antipsychotika und Herzerkrankungen

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zu diesen Medikamenten

Neuroleptika sind ein klarer Risikofaktor für die kardiovaskuläre Gesundheit

Ärzte dürfen auch die physische Gesundheit von Menschen mit schwerwiegenden psychischen Störungen bei der Einnahme antipsychotischer Medikamente (Neuroleptika / Antipsychotika) nicht vergessen, warnen Experten.

Gefährlich für das Herz

Die Autoren eines Leitartikels in der 19. Februar Ausgabe von The Lancet bemerken, dass Patienten mit schwerwiegender psychischer Krankheit im Durchschnitt 16 Jahre eine kürzere Lebenserwartung haben als die allgemeine Bevölkerung. Herzkrankheiten, nicht Suizid, ist die Haupt-Todesursache dieser Patienten, und Neuroleptika sind ein damit verbundener Faktor.

Risikofaktoren für Herz-Gesundheit

Eine vor kurzem im Archives of General Psychiatry herausgegebene Studie fand heraus, dass Patienten, die ein antipsychotisches Medikament nahmen, 11 bis 13 Pfund innerhalb von sechs bis acht Wochen an Gewicht zulegten, nachdem sie begannen die Psychopharmaka zu nehmen.

Die Verbindung von antipsychotischen Nebenwirkungen mit schlechter Ernährung, physischer Untätigkeit, starken Rauchens und anderen Faktoren, die mit psychotischen Krankheiten verbunden werden, zusammen mit sozioökonomischer Deprivation, hat eine verheerende Wirkung auf die kardiometabolische Gesundheit laut dem Bericht.

Wenn vorhandene Neuroleptika benutzt werden müssen – zumindest für die absehbare Zeit – was kann getan werden, um ihre Wirkungen zu verbessern und die Herz-Kreislauf-Gesundheit der Patienten zu verbessern, fragen die Autoren.

Die Alleinverantwortung für den Schutz der physischen Gesundheit von Patienten mit ernsten psychischen Krankheiten fällt oft den primären Versorgern zu, aber psychische Versorgungsteams müssen eine aktive Rolle in dieser Fürsorge übernehmen, schlägt der Leitartikel vor. Zum Beispiel sollte die physische Gesundheit eines Patienten beurteilt werden, wenn sie psychische Behandlungen in Anspruch nehmen.

Ein Mangel an Ausbildung in physischen Gesundheitsfragen ist bei psychiatrischen Ärzten und Krankenschwestern gleichermaßen zu beklagen. In Anbetracht der Vielfalt von Belegen über die Verbindungen zwischen psychischer Verfassung, physischer Gesundheit und verschriebener Medikamente, sollte die postpsychiatrische Ausbildung aktuelles Wissen über belegbasierte Kontrolle kardiometabolischer Krankheiten beinhalten, schreiben die Autoren.

Sie schlossen: Neuroleptika sind ein klares Risiko für die kardiovaskuläre Gesundheit. Dieses Risiko ist, leider zu oft, ein notwendiges. Aber der Kompromiss zwischen psychischem und physischem Wohl ist eines das kein Patient gezungen werden sollte zu machen. Die Geist-Körper-Dichotomie ist sowohl veraltet als auch gefährlich. Der Preis guter psychischer Verfassung darf nicht die lebenslängliche physische Krankheit sein.
Quelle: The Lancet, Feb. 2011

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