Asthma durch Protonenpumpenhemmer (PPI)?

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Die Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren (Protonenpumpenhemmer) kann das Asthmarisiko bei Kindern erhöhen

09.02.2021 Der Beginn der Einnahme von Protonenpumpenhemmern (Protonenpumpeninhibitoren; PPI) ist mit einem erhöhten Risiko für Asthma bei Kindern verbunden – verglichen mit der Nicht-Einnahme – laut einer in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie.

Yun-Han Wang vom Karolinska Institutet in Stockholm und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Einsatz von PPI und dem Asthmarisiko für Kinder in einer landesweiten Kohortenstudie. Eingeschlossen wurden Daten von 80.870 Paaren von Kindern und Jugendlichen im Alter von 17 Jahren oder jünger, die nach Alter und Propensity Scores gematcht wurden.

Die Forscher fanden heraus, dass die Inzidenzrate von Asthma bei den Kindern, die mit der Behandlung von PPI begannen, höher war als bei den Nicht-Behandelten (21,8 versus 14,0 Ereignisse pro 1.000 Personenjahre), mit einer Hazard Ratio von 1,57.

Über alle Altersgruppen hinweg bestand ein signifikant erhöhtes Risiko für Asthma, wobei das höchste Risiko bei Säuglingen und Kleinkindern beobachtet wurde (Hazard Ratio 1,83 [also um das 1,83-fache erhöht] für die Altersgruppe <6 Monate; 1,91 für die Altersgruppe 6 Monate bis <2 Jahre).

Für einzelne PPI lagen die Hazard Ratios bei

In Analysen zum Zeitpunkt des Asthma-Beginns nach PPI-Initiation lagen die Hazard Ratios bei

  • 1,62 für 0 bis 90 Tage,
  • 1,73 für 91 bis 180 Tage und
  • 1,53 für 181 Tage bis zum Ende der Nachbeobachtung.

Die Verbindung war auch bei Sensitivitätsanalysen konsistent.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass Asthma eine von mehreren möglichen Nebenwirkungen für Kinder ist, die bei der Verschreibung von Protonenpumpenhemmern berücksichtigt werden sollten, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: JAMA Pediatr. Published online February 8, 2021. doi:10.1001/jamapediatrics.2020.5710 .

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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