Cemiplimab bei Lungenkrebs (NSCLC)

Erste positive klinische Daten bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs

20.05.2018 Die ersten positiven klinischen Phase-1-Daten zur Bewertung von Cemiplimab als potenzielle Behandlung von fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) wurden auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2018 vorgestellt.

Wirksamkeit

Wie im Vorfeld der ASCO online veröffentlicht, zeigten Zwischenergebnisse aus der Phase 1-Dosis-Eskalationsphase und der Expansionskohorte von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, dass die Cemiplimab-Monotherapie zu einer Gesamtansprechrate (ORR) von 29 Prozent (sechs von 21 Patienten, die alle Teilansprechen oder nicht vollständiges Ansprechen oder nicht progressive Erkrankungen zeigten) und zu einer Krankheitskontrollrate von 57 Prozent (12 von 21 Patienten, einschließlich ORR und sechs stabilen Patienten oder Teilnehmer mit nicht vollständigem Ansprechen oder mit nicht progressiven Erkrankungen) zum Stichtag der Daten führte.

Die Ansprechdauer betrug bei fünf von sechs Patienten mehr als acht Monate.

In der Studie erhielten die Patienten entweder eine Dosis von 1 mg/kg (ein Patient) oder 200 mg (20 Patienten) Cemiplimab jeweils alle zwei Wochen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen waren Asthenie, Lungenentzündung und Hautausschlag (je drei Patienten, 14 Prozent).

In die NSCLC-Expansionskohorte wurden Patienten aufgenommen, deren Erkrankung sich nach anfänglicher Besserung (Rezidiv) oder nach mindestens einer Chemotherapie verschlechtert hatte (refraktär). NSCLC-Patienten in der Phase-1-Studie hatten im Durchschnitt 2,14 frühere Chemotherapien nicht erfolgreich abgeschlossen.

Das klinische Entwicklungsprogramm

Das klinische Entwicklungsprogramm von Sanofi und Regeneron für NSCLC umfasst mehrere Phase-2- und Phase-3-Studien zur Behandlung von Cemiplimab-Tumoren mit verschiedenen PD-L1-Expressionsstufen (programmierter Todes-Ligand 1) und als Monotherapie oder Teil von Dubletten- oder Triplett-Kombinationen in der Erst- und Zweitlinientherapie.

Dazu gehört eine Phase-3-Studie mit NSCLC, in der die Kombinationstherapie von Cemiplimab und Pembrolizumab bei bestimmten Erstlinien-Patienten untersucht wird.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Sanofi



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