Kombinierte Immuntherapie verlängert Überleben bei fortgeschrittenem Leberkrebs

Gesamtüberleben, aber nicht progressionsfreies Überleben, verbessert sich durch Tremelimumab plus Durvalumab im Vergleich zu Sorafenib bei nicht resezierbarem HCC

25.01.2022 STRIDE (Single tremelimumab Regular Interval durvalumab) kann als Erstlinientherapie für das inoperable hepatozelluläre Karzinom (uHCC) eingesetzt werden. Dies geht aus einer auf dem jährlichen Symposium der American Society of Clinical Oncology Gastrointestinal Cancers vom 20. bis 22. Januar in San Francisco vorgestellten Studie hervor.

Die Studie

Dr. Ghassan K. Abou-Alfa vom Memorial Sloan Kettering Comprehensive Cancer Center in New York City und Kollegen teilten 1.171 Patienten mit uHCC im Stadium III oder IV und ohne vorherige systemische Therapie nach dem Zufallsprinzip Tremelimumab plus Durvalumab (STRIDE), Durvalumab allein oder Sorafenib zu.

Gesamtüberleben; progressionsfreies Überleben; Ansprechen

Die Forscher berichteten, dass das Gesamtüberleben (OS) unter STRIDE im Vergleich zu Sorafenib signifikant verbessert war (Hazard Ratio: 0,78; 96 Prozent Konfidenzintervall: 0,65 bis 0,92; P = 0,0035). Die Nichtunterlegenheit in Bezug auf das OS war für Durvalumab im Vergleich zu Sorafenib erfüllt (Hazard Ratio: 0,86; 96 Prozent Konfidenzintervall: 0,73 bis 1,03).

Das mediane progressionsfreie Überleben unterschied sich nicht zwischen den beiden Gruppen.

Die objektiven Ansprechraten waren unter STRIDE (20,1 Prozent) und Durvalumab (17,0 Prozent) höher als unter Sorafenib (5,1 Prozent).

Sicherheit

Es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.

Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse (TRAE) des Grades 3/4 traten bei 25,8 Prozent unter STRIDE, 12,9 Prozent unter Durvalumab und 36,9 Prozent unter Sorafenib auf.

Ein Abbruch aufgrund von TRAE erfolgte bei 8,2 Prozent unter STRIDE, 4,1 Prozent unter Durvalumab und 11,0 Prozent unter Sorafenib.

Die Studienautoren planen, die Ergebnisse auf der Grundlage der Krankheitsursachen, wie z. B. Virusinfektionen, sowie der betroffenen Leberregionen näher zu untersuchen, so Abou-Alfa in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: American Society of Clinical Oncology Gastrointestinal Cancers





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