Lenvatinib + Pembrolizumab zur Behandlung von fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Studie untersuchte Wirksamkeit und Sicherheit von Lenvatinib + Pembrolizumab im Vergleich zu Chemotherapie bei fortgeschrittenem Gebärmutterschleimhautkrebs

Lenvatinib + Pembrolizumab zur Behandlung von fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

01.02.2022 Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs) führt Lenvatinib plus Pembrolizumab zu einem signifikant längeren progressionsfreien und Gesamtüberleben als die vom Arzt gewählte Chemotherapie. Dies geht aus einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie hervor.

Die Studie

Dr. Vicky Makker vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York City und Kollegen wiesen 827 Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom (697 mit Mismatch-Reparatur-profizienter [pMMR] Erkrankung und 130 mit Mismatch-Reparatur-defizienter Erkrankung), die nach mindestens einer platinbasierten Chemotherapie ein Fortschreiten oder einen Rückfall erlitten hatten, nach dem Zufallsprinzip entweder Lenvatinib plus Pembrolizumab oder eine Chemotherapie nach Wahl des behandelnden Arztes zu (411 bzw. 416 Patientinnen).

Progressionsfreies Überleben und Gesamtüberlebenszeit

Die Forscher fanden heraus, dass das mediane progressionsfreie Überleben unter Lenvatinib plus Pembrolizumab länger war als unter Chemotherapie (insgesamt: 7,2 versus 3,8 Monate; Hazard Ratio: 0,56; pMMR-Population: 6,6 versus 3,8 Monate; Hazard Ratio: 0,60).

Es wurde auch eine längere mediane Gesamtüberlebenszeit unter Lenvatinib plus Pembrolizumab im Vergleich zur Chemotherapie beobachtet (Gesamt: 18,3 versus 11,4 Monate; Hazard Ratio: 0,62; pMMR-Population: 17,4 versus 12,0 Monate; Hazard Ratio für Tod: 0,68).

Insgesamt traten bei 88,9 Prozent der mit Lenvatinib plus Pembrolizumab behandelten bzw. 72,7 Prozent der mit Chemotherapie behandelten Patientinnen unerwünschte Ereignisse vom Grad 3 oder höher auf.

Dieser Nutzen beim progressionsfreien Überleben und beim Gesamtüberleben wurde in allen untersuchten Untergruppen beobachtet, einschließlich der Untergruppen, die nach weniger häufigen, aber aggressiven histologischen Merkmalen, einer Vorgeschichte mit Beckenbestrahlung und früheren Therapielinien definiert wurden, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: DOI: 10.1056/NEJMoa2108330

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