Metformin, Lebensstiländerungen senken nicht Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen

Prädiabetes: Keine Verringerung des Risikos des ersten Auftretens eines nicht-tödlichen Herzinfarkts, Schlaganfalls oder kardiovaskulären Todes unter Metformin oder Lebensstilintervention im Vergleich zu Placebo

28.05.2022 Weder Lebensstilveränderungen noch Metformin verringerten die Zahl der größeren kardiovaskulären Ereignisse bei Erwachsenen mit Prädiabetes während der 21-jährigen Diabetes Prevention Program Outcomes Study (DPPOS) laut in Circulation veröffentlichten Forschungsergebnissen.

Die Studie

Dr. Ronald B. Goldberg von der University of Miami Miller School of Medicine, und Kollegen wiesen 3.234 Teilnehmern mit eingeschränkter Glukosetoleranz nach dem Zufallsprinzip zweimal täglich Metformin, einer intensiven Lebensstilintervention oder Placebo zu und verfolgten sie drei Jahre lang im Rahmen der Diabetes Prevention Program (DPP) Studie.

Den Teilnehmern wurde eine weniger intensive Lebensstilintervention angeboten, und das nicht-maskierte Metformin wurde während der nächsten durchschnittlichen 18-jährigen Nachbeobachtungszeit im Rahmen von DPPOS fortgesetzt. Als primärer Endpunkt wurde das erste Auftreten eines nicht-tödlichen Herzinfarkts, Schlaganfalls oder kardiovaskulären Todes untersucht.

Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulärer Tod

Die Forscher stellten fest, dass weder Metformin noch eine Lebensstilintervention das primäre Ergebnis im Vergleich zu Placebo verringerte. Die Ergebnisse änderten sich nicht, wenn die Risikofaktoren angepasst wurden.

Keine der beiden Interventionen hatte einen Einfluss auf den erweiterten kardiovaskulären Endpunkt, der den primären Endpunkt oder Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz oder instabiler Angina pectoris, koronarer oder peripherer Revaskularisation, koronarer Herzkrankheit oder stillem Myokardinfarkt umfasste.

„Die Tatsache, dass weder ein Lebensstil-Interventionsprogramm noch Metformin zu einem Rückgang der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Prädiabetes geführt haben, könnte bedeuten, dass diese Interventionen bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur begrenzt oder gar nicht wirksam sind, obwohl sie bei der Verhinderung oder Verzögerung der Entwicklung von Typ-2-Diabetes hochwirksam sind“, so Goldberg in einer Erklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.121.056756 Circulation. 2022;0





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.