Paroxetin

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Indikation; Anwendung

Medikamente, die Paroxetin enthalten, werden eingesetzt für die Behandlung von:

  • schweren depressiven Episoden
  • Zwangsstörungen
  • Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie
  • sozialen Angststörungen/sozialen Phobien
  • generalisierten Angststörungen
  • posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Hitzewallungen in den Wechseljahren

Wirkstoff; Wirkweise

Paroxetin ist ein Phenylpiperidin-Derivat und selektiver Inhibitor der präsynaptischen Wiederaufnahme von 5-Hydroxytryptamin (5-HT).

Der Wirkstoff ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.
Wirkung auf den Organismus: stimmungsaufhellend.

ATC Code ist N06AB05: N06 — Psychoanaleptika, N06A — Antidepressiva, N06AB — Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Der Arzneistoff wurde von GlaxoSmithKline entwickelt.

Paroxetin hemmt die neuronale Wiederaufnahme von Serotonin und fördert dadurch die serotonerge Transmission.

Handelsnamen sind u.a.: Allenopar, Brisdelle, Deroxat, Dropax, Parexat, Parocetan, ParoLich, Paronex, Paroxalon, Paroxat, Paroxetop, Seroxat, Stiliden, Tagonis.

Mögliche Nebenwirkungen

  • Geringerer Appetit,
  • Parästhesien,
  • Extrapyramidale Störungen
  • Jucken,
  • Nervosität/Agitiertheit,
  • Erbrechen,
  • Gewichtszunahme.

Gelegentlich bei Paroxetin:

  • Mangel an Blutplättchen,
  • zu hoher Prolaktinspiegel,
  • Ausfliessen von Muttermilch aus den Brustdrüsen,
  • Schlafwandeln,
  • Verwirrung,
  • Krämpfe,
  • Manische Reaktionen,
  • malignes neuroleptisches, serotonergen Syndrom,
  • verschwommenes Sehen,
  • akutes Glaucom, pathologische Erweiterung der Pupille,
  • Sinustachykardie, Hypotonie, Bradykardie,
  • periphere und faziale Ödeme,
  • vorübergehender Blutdruckanstieg oder Blutdruckabfall,
  • vor allem bei Patienten mit Hypertonus oder Angstzuständen,
  • Anstieg Leberenzymwerte, Lebererkrankungen (Hepatitis, Gelbsucht u./od. Leberversagen) –> Absetzen.
  • Gesichtsrötungen, Photosensitivität, allergische Reaktionen (wie Quincke-Ödem, Urtikaria, Exantheme),
  • abnorme Blutungen z.B. kleinflächige, fleckenförmige Blutung der Haut, gynäkologische Hämorrhagien, gastrointestinale Blutungen, Hautblutungen od. Schleimhautblutungen,
  • Syndrom der inadäquaten Alkoholdehydrogenase-Sekretion.

Eine seltene Nebenwirkung unter Paroxetin ist Harnretention.

Sehr seltene unerwünschte Wirkungen sind: Veränderte Mangel an Blutplättchenn, Lungenfibrose, häufig schmerzhafte Hautveränderung mit rötlichen Papeln.
Bei Kdrn. und Jugendl.: verminderter Appetit, Tremor, Schwitzen, pathologisch gesteigerte Beweglichkeit bzw. Motorik, Agitiertheit, Aggressivität/Feindseligkeit, emotionale Labilität (Weinen, selbstschädigendes Verhalten, Stimmungsschwankung, suizidale Gedanken, Suizidversuche).

Absetzsymptome wie Benommenheit, sensorische Störungen (z.B. Parästhesie), Schlafstörungen, Kopfweh, Übelkeit, Angst, Schwitzen.

Gegenanzeigen, Wechselwirkungen, Handelsnamen

Gegenanzeigen

Paroxetin nicht anwenden bei: gleichzeitiger Einnahme von Serotonin-Vorstufen (L-Tryptophan, Oxitriptan), MAO-Hemmern und Thioridazin. Gleichzeitiger (irreversibler) Einnahme von MAO-A-Hemmer. Paragruppenallergie – Suspension: Hilfsstoffe beachten, Überempfindlichkeit gegen Paroxetin oder einen der sonstigen Bestandteile.

Anwendungsbeschränkungen

Paroxetin nur bedingt anwenden bei: Blutungsneigung, Diabetes mellitus, Elektrokrampftherapie, Epilepsie..Krampfanfälle in der Vorgeschichte, Engwinkelglaukom, Glaukom in der Vorgeschichte, angeborene Fruktose-Intoleranz (Hilfsstoffe beachten), Hypomanie, Hyponatriämie, schwere Leberinsuffizienz, Manie, Niereninsuffizienz, Suizidalität. Alter unter 18 Jahren (Zunahme von Suizidalität (Suizidgedanken und Suizidversuch) und Feindseligkeit (Aggressivität, oppositionelles Verhalten, Wut u.a.), fehlende Langzeitdaten zur Sicherheit in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive und Verhaltens-Entwicklung; Anwendung nur unter engmaschiger überwachung, Nutzen bei Depression nicht belegt).

In der Schwangerschaft: Strenge Indikationsstellung!
Während der Stillzeit: Kontraindikation – vorher Abstillen.

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Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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