Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)

Die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) hemmen selektiv (also insbesondere) die Rezeptoren, die für die Wiederaufnahme des Transmitters Serotonin zuständig sind.

Wirkung

SSRI sind die am häufigsten eingesetzten Antidepressiva. Die Wirkung der SSRI auf Depressionen hängt von der Schwere der Depression ab. Bei leichten Depressionen sind in verschiedenen Untersuchungen keine signifikante Erhöhung der Wirksamkeit gegenüber Placebos (Zuckerpillen) festgestellt worden. Bei schwereren Depressionen, z.B. Major Depression sprechen 50-75 Prozent der Depressiven auf SSRI’s an, etwa 25-33 Prozent auf Placebo.

Nebenwirkungen

Schon kurz nach Einführung der ersten Wirkstoffe der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wurden gewalttätiges Verhalten und Suizide unter SSRI-Einfluss berichtet; suizidalitätssteigernde Wirkungen dieser Substanzen werden angenommen). Beim Absetzen von Selektiven Serotoninwiederaufnahme-Hemmer nach längerer Einnahme kann sich ein Absetzsyndrom (SSRI Discontinuation Syndrome) entwickeln.

Da es keinen Eingriff in andere Transmittersysteme gibt, sind die verursachten Nebenwirkungen bei der SSRI-Behandlung andere als die der trizyklischen Antidepressiva bzw. die der NSMRI: Non Selective Monoamine Reuptake Inhibitor bzw. Nichtselektive Monoamin-Wiederaufnahme-Hemmer.

Liste der SSRI mit ATC-Code

  • Alaproclat N06AB07
  • Citalopram N06AB04
  • Escitalopram N06AB10
  • Etoperidon N06AB09
  • Fluoxetin N06AB03
  • Fluvoxamin N06AB08
  • Paroxetin N06AB05
  • Sertralin N06AB06
  • Zimeldin N06AB02