Pembrolizumab (Keytruda) – Brustkrebs, Mammakarzinom

Einsatz des Medikamentes bei (s. dort): Hodgkin-Lymphom, B-Zell-Lymphom, Melanom – Schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs (Kolorektalkarzinom), Leberkrebs, hepatozelluläres Karzinom, Lungenkrebs (NSCLC), Kopf- und Halskrebs, Mesotheliom, Magenkrebs, Magenkarzinom, Nierenzellkarzinom, Prostatakrebs, Speiseröhrenkrebs, Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Wirksam bei metastasiertem dreifach negativen Brustkrebs

04.06.2017 Laut den auf der jährlichen Versammlung der American Society of Clinical Oncology publizierten Befunden einer internationalen Studie zeigte sich das Medikament Pembrolizumab (Handelsname Keytruda) wirksam bei Patientinnen mit metastasiertem triple-negativen-Brustkrebs.

Wirksamkeitsdaten

Die Studie untersuchte das Medikament in zwei separaten Kohorten:

  • Kohorte A enthielt 170 Patientinnen mit stark vorbehandeltem metastatischen dreifach-negativen Brustkrebs (mTNBC) unabhängig von der PD-L1-Expression, und
  • Kohorte B mit 52 Patientinnen mit PD-L1-positiven Tumoren, die das Medikament als Erstlinientherapie erhielten.

In der Kohorte A schrumpfte Pembrolizumab bei acht von 170 Patientinnen (oder fünf Prozent) die Tumoren um mehr als 30 Prozent und stabilisierte die Krankheit bei 35 (oder 21 Prozent) der zuvor wegen mTNBC behandelten Patientinnen. Von den acht, die eine Tumorreduktion erreichten, lebten alle mindestens noch ein Jahr. Die verbleibenden Patientinnen in dieser Kohorte hatten eine geringere Überlebenschance.

In der Kohorte B mit Patientinnen, die Keytruda als Erstlinientherapie erhielten, erreichten 12 von 52 Patienten (oder 23 Prozent) eine Schrumpfung der Tumoren um mehr als 30 Prozent, während die Erkrankung bei neun von ihnen (oder 17 Prozent) stabilisiert wurde.

Die Ziele der Kohorte B, für die die Überlebensdaten noch nicht vollständig sind, waren in erster Linie das Belegen der Sicherheit von Pembrolizumab, und zweitens dessen Wirksamkeit als Erstbehandlung zu erforschen. Beide Ziele scheinen erfüllt zu sein, schreibt Studienleiterin Dr. Sylvia Adams vom NYU Langone’s Perlmutter Cancer Center.

Sicherheit

Keytruda wurde von beiden Kohorten in einer 200mg Dosis alle drei Wochen gut vertragen. Nur 12 Prozent der Patientinnen in Kohorte A berichteten über schwere Nebenwirkungen und nur acht Prozent in Kohorte B.

Die häufigsten Nebenwirkungen bei beiden Patientenpopulationen waren Erschöpfung und Übelkeit. Obwohl Nebenwirkungen zum Abbruch der Behandlung bei sieben Patientinnen aus Kohorte A führten, setzte keine der Patientinnen aus Kohorte B die Behandlung aufgrund von nachteiligen Nebenwirkungen ab, schreiben die Forscher.
© arznei-news.de – Quelle: American Society of Clinical Oncology, Juni 2017

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