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Pregabalin (Lyrica) Erfahrungen Seite 2

Erfahrungsberichte zu Pregabalin (Lyrica):

Seite: 12

Feminator am 07.07.2023:
Ich leide seit vielen Jahren unter Angst und innerer Anspannung und habe schon so manches Medikament bekommen was mir irgendwie nicht richtig geholfen hat. Auch ist meine Muskulatur sehr verkrampft was unter anderem starke Rücken- und Gliederschmerzen hervorruft.
Auch die von einem anderen User beschriebenen „Stromschläge“ im ganzen Körper sind mir nicht fremd.
Pregabalin ist meiner Meinung nach die „eierlegende Wollmichsau“ unter den Medikamenten schlechthin, was ich als erfahrener Pharmareferent gut beurteilen kann.
Eine starke Besserung bei allen oben genannten Symptomen setzte kurz nach der ersten Einnahme letzte Woche ein.
Ich fühle mich wie neugeborenen, das hätte ich nie von diesem Präparat erwartet, das mir schon wiederholt von Bekannten und Kollegen empfohlen wurde.
Ich kann er wirklich jedem ohne Vorbehalte empfehlen. Ich nehme 2 x täglich 300 mg.

Jasmin am 23.07.2023:
Ich habe eine Psychotherapie begonnen und aufgrund innerer Unruhe, die absolut aus dem Nichts aufgetaucht ist und für mich derzeit absolut fremd war, sowie regelmäßigen (auch für meinen Partner) unerträgliche Stimmungsschwankungen meinen HA nach einem Antidepressivum gefragt. Erste Diagnose war schwere Depression und nun Dysthymie (chronische Depression/hochfunktionelle Depression).
Mein HA hat mir daraufhin Pregabalin verschrieben, meinte jedoch, dass dies eigentlich ein Antiepileptikum sei. Man hätte wohl herausgefunden, dass es hervorragend gegen Depressionen wirkt.
Ich sollte zu Beginn (erste Einnahme war der 04.07. Dienstagmorgens) morgens und abends jeweils 25mg nehmen und nach Bedarf nochmal 25mg, wenn die innere Unruhe wiederkehrt. Am ersten Tag war ich wohl etwas aufgekratzt (meine Partner zufolge), obwohl ich sonst jahrelang energielos und 24/7 müde war. Die innere Unruhe war nicht mehr da, die Stimmungsschwankungen schon, aber nicht mehr annähernd in dem Ausmaß wie zuvor.
2 Tage später hatte ich direkt einen Termin zur Kontrolle bei meinem HA, es war soweit in Ordnung, aber ich konnte noch nicht viel berichten.
Nach 1,5 Wochen (Freitag, 14.07) kam die innere Unruhe morgens plötzlich wieder und ich hab mittags eine dritte 25er genommen. Seitdem nehme ich dreimal 25mg täglich -morgens, mittags und abends eine.
Auch die ersten paar Tage mit 3x 25mg waren in Ordnung, allerdings haben sie mich relativ schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich war wieder so reizbar wie vor der Einnahme und meine Stimmungsschwankungen waren ebenfalls wieder da. Vergangen Freitag war ich wie immer mit meinem Partner einkaufen, hab schon gemerkt, dass ich mich ein wenig benommen fühle und einfach schwammig im Kopf, so als würde ich neben mir stehen oder einfach nur funktionieren, aber nicht wirklich realisieren, was ich da tue… sehr schwierig zu beschreiben. Naja, jedenfalls war ich mental in einer absolut beschissenen Verfassung, habe dann noch eine kurze Diskussion mit meinem Partner gehabt und war während dem Einkauf einem Heulkrampf so nah. Sehr sehr unangenehm. Zumal ich eh schon immer das Gefühl habe beim Einkaufen von anderen Menschen angestarrt zu werden.
Den Einkauf irgendwie überlebt, Zuhause wieder angekommen, gerade noch die Sachen verstaut und direkt ins Bett geschmissen, geheult und den Rest des Tages nur noch geschlafen. Das Ganze ist jetzt zwei Tage her und seitdem befinde ich mich wieder in dem Zustand, dass ich mich leer fühle. Ich habe mich zuletzt vor 2 Jahren leer gefühlt und wer dieses Gefühl ebenfalls kennt, weiß, dass es genau so unerträglich ist, wie innere Unruhe.

Das ist das einzige, was ich bislang zu Pregabalin sagen kann, aber begeistert bin ich auch nicht wirklich. Ich weiß aber auch nicht, ob Pregabalin so sinnvoll ist, wenn es sich um eine Dysthymie handelt. Morgen habe ich den nächsten Kontrolltermin beim HA, mal schauen, was er sagt.

Karlo am 26.07.2023:
Ich habe Pregabalin 4 Jahre genommen, 3 mal 100mg bei Fibromyalgie. Auf einmal schlimme Gleichgewichtsprobleme , verschwommenes Sehen und Stürze. Jetzt reduziere ich , bin bei 100mg am Tag, seitdem schlimme Muskelschmerzen, Tinnitus, Schwindel , keine Belastbarkeit, Müdigkeit etc. …reduziert habe ich seit Mai , es ist ein Kampf vom Pregabalin runter zu kommen. Hätte ich es vorher gewusst , hätte ich es nicht genommen!!!!

Anonymous am 07.08.2023:
Hallo, ich bin Hanni. Ich nehme seit 3 Jahren Pregabelin 75mg. Geholfen hat es mir nicht. Deshalb möchte ich es absetzen. Hat jemand Erfahrung, ob es Entzugserscheinungen gibt?

Kristin am 01.09.2023:
Ich persönlich kann von Pregabalin nur abraten. Habe es selbst aufgrund von Unverträglichkeit gegenüber Escitalopram in Folge eines Burnout bzw. Belastungsdepression verschrieben bekommen (maximal 100mg pro Tag) und bei mir hat es im Laufe der Zeit immer wieder massive Stimmungsschwankungen ausgelöst. Oft kam es tagsüber zum Stimmungseinbruch, wenn die Wirkung nach 6-7 Stunden nachzulassen schien. Dazu kamen Konzentrationsprobleme, paranoide Gedanken, mehr Ängste als ich davor jemals hatte. Und als ich Mitte/Ende Mai halbwegs stabil war, entschied ich mich dazu, das Medikament auszuschleichen. Von 100 auf 75 und dann direkt auf 50mg – die ersten Entzugssymptome kamen nach ca. 10 Tagen. Darunter Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Parästhesien, massivste Stimmungsschwankungen/richtige Depressionsschübe, Heulkrämpfe, Ängste, Schlaflosigkeit. Nach drei Wochen ohne Besserung meinte der Arzt, ich sei noch nicht so weit. Also habe ich wieder aufgestockt: 3x am Tag 25mg, und nach zwei Wochen stellten sich auch hier wieder Stimmungsschwankungen ein (je zwei/drei Stunden nach der Einnahme). Darauf folgte auch noch eine private familiäre Krise, die vermutlich nicht unbedingt von Vorteil war für meinen ohnehin schon angeknacksten Zustand. Allmählich ging nichts! mehr. Mein Arzt meinte nur, dann müsse ich halt weiter erhöhen. Von meiner Skepsis von Beginn an wollte er eh nichts wissen (habe mich vor der Einnahme vielfach über das Medikament informiert, da hieß es, ich könne es bedenkenlos nehmen ). Nun meinte er, ich solle halt zu einem anderen Zeitpunkt ausschleichen.
Das tue ich jetzt, nachdem ich seit vier Wochen Lamotrigin nehme, das meine extremen Stimmungsschwankungen stabilisieren soll. Nach zwei Wochen Reduzierung um 25! mg habe ich trotz alledem wieder Entzugssymptome körperliche und psychischer Natur. Psychisch insbesondere nachmittags/abends, wenn die Wirkung der Morgens-Tablette nachlässt. Das Lamotrigin wurde mir von einer anderen Ärztin verschrieben, die in den mir aufgeführten Beschwerden eine Wechselwirkung zwischen Pregabalin Nebenwirkungen und Stress vermutete. Durch Vorstellung in der psychiatrischen Ambulanz fiel die dortige Ärztin aus allen Wolken und verstand partout nicht, wieso man mir das Pregabalin damals verabreichte. Und auch die Neurologin meines Vaters schüttelte nur den Kopf, als er sie darauf ansprach.
Ich finde es mehr als fahrlässig, solch eine Medikation Leuten zu verschreiben, die primär mit Stimmungsschwankungen und Depressionen zu kämpfen haben – es hilft dagegen nicht bzw. lässt auch die anfänglich leicht sedierende Wirkung nach wenigen Wochen schon wieder nach. Daher auch an Jasmin, falls du das liest: Sieh zu, dass du einen Medikamentenwechsel vornimmst. Probier‘s meinetwegen mit SSRI‘s oder Lamotrigin, das wird dich langfristig gesehen mehr stabilisieren.

Susuli am 06.09.2023:
Hallo, ich habe Pregabalin wegen generalisierter Angststörung bekommen. Anfangs half es auch. Ich war ruhiger, konnte besser schlafen. Die Nebenwirkungen waren auszuhalten. Nach Jahren der Einnahme (täglich 2 x 150 mg) bekam ich immer schlimmere Nebenwirkungen (stolperte über meine eigenen Füße, hatte Wortfindungsstörungen, keine Kraft mehr in den Beinen, Sehstörungen, ständig übermäßigen Hunger uvm..). Die angstlösende Wirkung ließ aber kontinuierlich nach. Da ich trotz Pregabalin wieder ständig Angst hatte, beschloss ich es abzusetzen. Seit der ersten Dosisverringerung bekam ich Dauerpanik und war mit nichts mehr zu beruhigen. Nach ein paar Tagen schlug die Stimmung um, und ich wünschte mir plötzlich nichts sehnlicher als den Tod. Ich reduzierte die Dosis vorsichtig weiter, seitdem habe ich ständig das Gefühl vor Angst durchzudrehen. Seit 2 Wochen nehme ich nichts mehr davon. Habe versucht mir ärztliche Hilfe zu holen – vergebens. Man sagte mir, ich soll das Medikament wieder nehmen. Aber im Moment bleibe ich noch eisern. Die körperlichen Entzugssymptome sind: starke Schmerzen, die ich vorher nicht hatte, Frieren, Blutdruck extrem hoch (trotz 3 Blutdrucksenkern), Herzstechen, Übelkeit & Erbrechen). Weiss nicht wie lange das noch andauern wird. Der Entzug ist für mich die Hölle, die ich nur vom Absetzen von Benzodiazepinen kenne. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich dieses Medikament niemals eingenommen. Schlimm vor allem in der heutigen Zeit, weil man von Psychiatern/Kliniken in der Regel keine Hilfe bekommt (aufgrund der Überlastung im Gesundheitssystem). Ich wünsche allen anderen Betroffenen viel Glück und Durchhaltevermögen. Irgendwann muss der Spuk doch aufhören!

Weitere Erfahrungsberichte zu diesem Medikament sind etwas weiter unten zu finden.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

Beiträge zu “Pregabalin (Lyrica) Erfahrungen Seite 2”

  1. Habe es 3 – 4 Monate genommen,täglich
    75 mg vor dem Schlafen gehen .Manchmal auch 150 (deswegen 3-4 Monate) .Dazu nehme ich schon seit 10 Jahren täglich 2 mg lorazepam vor dem schlafen gehen. Habe Angststörungen, RLS und seit 4 Jahren tägliche Schmerzen durch eine fast absolute spinalkanalstenose lws ,rezessus stenose ,diverse Bandscheibenvorfälle und Wirbelgelenksarthrose. Depression kam dann durch den Dauerschmerz noch dazu. Tillidin, Tramadol, Tapentadol – Null Besserung (Tramadol hatte kurz geholfen). Da mir das Pregabalin anfangs ein wenig geholfen hat ,habe ich es weiter genommen bis ich feststellte das mein Rücken noch mehr schmerzte .Habe dann 3 Tage 50 mg und 2 Tage 25 mg genommen und seit 2 Tagen bin ich auf 0 .
    Habe jetzt noch Diazepam bekommen ,täglich 5 mg. Und voila mein crazy Plan geht auf ,3 Tage nach Diazepam sind meine Schmerzen fast weg und ich verkrampfe mich nicht mehr bis ins unendliche. Yippi kai yai…leider schlafe ich jetzt nicht mehr gut oder teilweise garnicht seit ich Pregabalin absetze ,denke aber das pendelt sich in ein paar Tagen wieder ein (Dosis war ja gering und Dauer auch nicht sehr lange) . Wird viel zu sehr gehypt das Zeugs ,sollte eigentlich vom Markt genommen werden ,gibt für alle Anwendungen bessere Medikamente als dieser S.. .Immer noch lustig zu sehen das ein Medikament nicht abhängig machen soll aber trotzdem nie abrupt abgesetzt werden soll und auch beim ausschleichen „Absetzerscheinungen“ auftreten : Das ist Abhängigkeit, ihr …

  2. Nehme es seit ein paar Wochen gegen Nervenschmerzen und wegen Einschlafschwierigkeiten, abends 1x 25 und habe seit Tagen Kopfschmerzen und Übelkeit. Werde es wieder absetzen. Danke für alle Kommentare und Beiträge

  3. Mir hat Pregabalin sehr gut geholfen.Nach meiner Krebserkrankung hatte ich nur Schmerzen.Ich fühle mich mit Pregabalin besser gelaunt und kann auch gut damit arbeiten und schlafen.Sobald ich es absetze werde ich aggressiv und depressiv. Ich war noch nicht beim Neurologen, kriegt man ja erst einen Termin nach langer Wartezeit. Sicher ist ich möchte Pregabalin weiterhin nehmen da es mein Leben lebenswerter macht.

  4. Wegen der Nebenwirkungen hatte ich anfangs Respekt davor, Pregabalin zu nehmen. Mir wurde es wegen generalisierter Angst verschrieben. Da ich bei anderen Medikamenten teils starke Nebenwirkungen verspürte, verschrieb mir die Ärztin zunächst die geringste Dosis: 3 x 25mg. Die Apothekerin gab mir den Tipp, erst 2 Tage lang nur 1 x 25mg abends einzunehmen, dann 2 Tage lang je 1 x 25 mg mittags und abends und dann wieder 2 Tage später erst die „volle“ Dosis von 3 x 25 mg. Sie meinte auch, dass ich länger als 2 Tage warten könne, wenn ich das Gefühl hätte, dass ich mehr Gewöhnungszeit brauche. Den Tipp habe ich beherzigt und das half mir extrem gut! Ich spürte anfangs Müdigkeit, Schwindel und Benommenheit. Da ich das Medikament aber gaaanz langsam einschleichen liess, war es nicht so stark und gut aushaltbar (ich denke, die volle Dosis gleich zu Beginn hätte mich auch „ausgeknockt“). Nach ca. 2 Wochen verschwanden die Nebenwirkungen ganz und ich spüre nur noch die positive Wirkung. Ich bin viel ruhiger, habe viel weniger Ängste und bin dadurch konzentrierter und – obwohl beruhigt – irgendwie wacher und mehr da. Auch das Hochdosieren auf 50 mg (weil ich die Niedrigstdosis gut vertragen habe) habe ich ganz langsam über 2 Wochen verteilt gemacht. Ich mache gute Erfahrungen mit dem Medikament – und vor allem auch mit dem ganz langsamen, kleinschrittigen Einschleichen.

  5. Ich habe einen Entzug mit Tramadol u.bin in der Klinik zum Entzug.Jetzt bekomme ich am Tag 0,75 mg Pregabalin.Ich wehre mich,weil ich abends mit 0,50mg das Gefühl habe im Rausch von Drogen habe.vor 24Uhr schlafe ich nicht ein.Wie kann man solche Tabletten geben oder herstellen.Ich wünsche,daß diese Leute auch mit 82Jahren diese Entzugserscheinungrn bekommen.

  6. 2021 hatte ich eine Rueckenverletzung die durch den Lockdown nicht behandelt wurde. Nervenschmerzen setzten ein, sodass ich Monate spaeter Gabalin 600mg bekam. Nach einigen Monaten riet man mir, die Dosis zu verringern, da ich wie im Traum durchs Leben ging.
    Nach einigen Wochen fingen die Nervenschmerzen wieder an. Panikattacken und Angstzustaende kamen dazu. Es wurde mir Pregabalin verschrieben, da ich unter Traenen um Hilfe bat. Meine Hausaerztin meinte ich haette PTSD und Pregabalin sei hilfreich um die anfallsartigen Nervenschmerzen zu beruhigen. Nach 1 Monat kamen die Schmerzen und Nevenwirkungen wieder.
    Angststoerung, Kopfweh, Herzrasen, Erschoepfung, Hoffnungslosigkeit und Verwirrung waren Nebenwirkungen. Fand eine Gruppe auf Facebook die mir Hilfe gaben, wie langgsam ich die Dosis reduzieren koenne. Langsam wird es besser, die Symptome kommen in Wellen wo es schlimm ist, dann wieder Zeiten, wo ich symptomfrei bin. Nie wieder Pregabalin

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