Relugolix

Ph-2-Studie: Schwere Menstruationsblutungen bei Frauen mit Uterusmyomen

09.05.2017 Myovant Sciences berichtet positive Ergebnisse aus einer Placebo-kontrollierten Phase-2-Dosisfindungs-Studie zur Bewertung von Relugolix bei der Behandlung von schweren Menstruationsblutungen bei Frauen mit Uterusmyomen, die von Takeda Pharmaceutical in Japan durchgeführt wurde.

Blutverlust

Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt: eine deutliche Abnahme des Blutverlusts während der Menstruation unter Relugolix 40 mg Dosis gegenüber Placebo von Woche 6 bis Woche 12 (p <0,0003).

Relugolix zeigte eine statistische Signifikanz gegenüber Placebo beim Anteil der Teilnehmerinnen, die eine Verringerung des Menstruationsblutverlusts von einer Punktzahl von 120 auf weniger als 10 von Woche 6 bis Woche 12 beim Pictorial Blood Loss Assessment Chart (PBAC) erreichten. Das Medikament verringerte den Blutverlust dosisabhängig mit dem höchsten Anteil des Ansprechens [84%, 95% Konfidenzintervall (74% bis 93%) gegenüber Placebo] in der Relugolix 40-mg-Gruppe.

In der 40-mg-Gruppe erreichten 73% der Frauen eine Amenorrhoe (d.h. eine PBAC-Punktzahl von 0, was keinen Menstruationsblutverlust bedeutete) von Woche 6 bis Woche 12. Keine der Frauen in der Placebo-Gruppe erreichte eine Amenorrhoe. In der Woche 12 zeigte die 40-mg-Gruppe eine absolute Reduktion von Myom- und Uterusvolumina von etwa 50% gegenüber der Baseline im Vergleich zu Placebo.

Schmerzen

In der 12. Woche gab es eine Erhöhung des Hämoglobinspiegel in den Relugolix 20- und 40-mg-Gruppen im Vergleich zu Placebo. Die von den Patientinnen berichteten Schmerzen durch die Uterusmyome, basierend auf dem Score der numerischen Rating-Skala, legten nahe, dass mit Relugolix behandelte Patientinnen weniger Schmerz-Symptome von Woche 6 bis Woche 12 hatten, wobei die 40-mg-Dosis die größte Schmerzreduktion erreichte.

Nebenwirkungen

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen (die mehr als 10% häufiger in den Behandlungsgruppen gegenüber Placebo auftraten) waren leicht oder moderat in der Schwere und schlossen Kopfschmerzen, Metrorrhagie, Menorrhagie und Hitzewallungen ein. Die Knochenmineraldichte verringerte sich dosisabhängig mit dem größten Verlust (-2,3%) in der Relugolix-40-mg-Gruppe.
© arznei-news.de – Quelle: Myovant Sciences, Mai 2017

Ph-3-Studie: Wirksamkeit und Sicherheit bei Uterusmyomen

03.10.2017 Takeda Pharmaceutical Company Limited hat Daten aus einer klinischen Phase 3 Studie (CCT-002) bekanntgegeben, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Relugolix (TAK-385) untersuchte.

Vergleich mit Leuprorelin-Acetat

Der Gonadotropin freisetzendes Hormon (GnRH) Rezeptorantagonist erreichte den primären Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit zur aktiven Kontrollgruppe bei der Behandlung von Uterusmyomen.

Die randomisierte, doppelblinde Parallelgruppen-Multicenter-Studie wurde entwickelt, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung mit oralem Relugolix versus Leuprorelin-Acetat für 24 Wochen bei japanischen Frauen mit symptomatischen Uterusmyomen zu evaluieren.

Wirkweise

Das Medikament hemmt die Sekretion des luteinisierenden Hormons (LH) und des follikelstimulierenden Hormons (FSH), indem es GnRH-Rezeptoren in der Hypophyse blockiert, was wiederum Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron unterdrückt.

Durch diesen hormonellen Effekt hat Relugolix das Potenzial, die Symptome von Gebärmuttermyomen oder Endometriose zu verbessern.

Wirksamkeit

In der TAK-385/CCT-002-Studie erhielten etwa 280 Patientinnen randomisiert 1:1 entweder 40 mg Relugolix, einmal täglich oral verabreicht, oder Luprorelinacetat (1,88 oder 3,75 mg, basierend auf Körpergewicht und Symptomen), verabreicht durch Injektion alle vier Wochen.

Diese Studie zeigte, dass Relugolix statistisch nicht unterlegen gegenüber Leuprorelin-Azetat war, basierend auf dem Anteil der Patienten mit einem Gesamt Pictorial Blood-loss Assessment Chart (Erfassung des Menstruationsblutverlustes über Patientinnenberichte) Punktwert von < 10 von Woche 6 bis Woche 12, was der Primärendpunkt in der Studie war (Relugolix-Gruppe: 82,2%, Kontrollgruppe: 83,1%; p). Alle Teilnehmer hatten bei der Aufnahme in die Studie einen PBAC ≥ 120.

Häufigste Nebenwirkungen

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Nebenwirkungen bei Patientinnen unter Relugolix waren Metrorrhagie, Hitzewallung, Menorrhagie und Kopfschmerzen, was im Einklang mit dem Wirkprinzip und denen aus früheren Studien stand.

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Ereignisse bei Patientinnen, die mit Leprorelinacetat behandelt wurden, waren Metrorrhagie, Hitzewallung, Menorrhagie und Hyperhidrose.
© arznei-news.de – Quelle: Takeda Pharmaceutical Company Limited, Sept. 2017

Myome der Gebärmutter: Resultate bei Behandlung von Schmerzsymptomen

10.11.2017 Takeda Pharmaceutical Company Limited hat die Ergebnisse der klinischen Phase-3-Studie (TAK-385-3008) zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Relugolix (TAK-385) hinsichtlich des primären Endpunktes der statistischen Signifikanz bei der Verbesserung von Schmerzsymptomen im Zusammenhang mit Uterusmyomen im Vergleich zur Placebogruppe veröffentlicht.

In der TAK-385-3008-Studie wurden 65 Patientinnen mit Schmerzen aufgrund von Gebärmuttermyomen 1:1 randomisiert behandelt, und erhielten entweder 40 mg Relugolix oder Placebo, die einmal täglich oral verabreicht wurden.

Die Ergebnisse zeigten, dass der Wirkstoff mit einer statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung im Verhältnis zu Placebo (Relugolix-Gruppe: 57,6%, Placebo-Gruppe: 3,1%; p < 0,0001) bei Schmerzsymptomen im Zusammenhang mit Uterusmyomen während der 28 Tage vor der letzten Dosis einherging – der primäre Endpunkt der Studie.

Nebenwirkungen wie Hitzewallung, Metrorrhagie, Hyperhidrose und Menorrhagie wurden häufig bei Patienten unter Relugolix beobachtet; diese stehen im Einklang mit dem Wirkmechanismus des Medikaments und denen aus früheren Studien, schreibt das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quelle: Takeda Pharmaceutical Company Limited, Nov. 2017



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