5-Fluorouracil (5-FU)

Fluorouracil (5-FU), das unter anderem unter den Markennamen Benda-5 FU, Efudix, Haemato-fu, Neofluor, Onkofluor und Ribofluor vertrieben wird, ist ein Medikament zur Behandlung von Krebs – ein Zytostatikum.

Durch Injektion in eine Vene wird es bei Dickdarmkrebs, Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs eingesetzt. Als Creme wird es bei aktinischer Keratose und Basalzellkarzinom eingesetzt.

5-Fluorouracil vielversprechend bei vaginalen intraepithelialen Neoplasien

22.11.2017 5-Fluorouracil ist mit einer 74-prozentigen Erfolgsrate als erste Behandlungsmethode bei hochgradiger intraepithelialer vaginaler Dysplasie verbunden laut einer in Obstetrics & Gynecology veröffentlichten Studie.

Dr. Stephen Fiascone vom Brigham and Women’s Hospital in Boston und Kollegen untersuchten retrospektiv die Fälle von Frauen, die zwischen April 1994 und Mai 2016 an ein einzelnes Zentrum für die Behandlung von hochgradiger vaginaler intraepithelialer Neoplasie verwiesen wurden, um die Erfolgsraten von 5-Fluorouracil, Exzision und Laserablation als erste und sekundäre Behandlungsstrategien zu bewerten.

Die Forscher fanden heraus, dass 47 Patientinnen zunächst mit 5-Fluorouracil, 35 mit Exzision und 22 mit Laserablation behandelt wurden. Die Gruppen waren demographisch ähnlich.

Bei 35 Frauen, die mit 5-Fluorouracil behandelt wurden (74 Prozent), bei 20 Frauen, die mit Exzision behandelt wurden (57 Prozent) und bei neun Frauen, die mit Laserablation behandelt wurden (41 Prozent), gab es keine Rezidive. 8 der 13 Patientinnen, die mit 5-Fluorouracil wegen Rezidivs behandelt wurden, zeigten kein zweites Rezidiv.

Nebenwirkungen wurden bei 9 von 58 Patientinnen (16 Prozent) beobachtet, die mit 5-Fluorouracil behandelt wurden – am häufigsten Irritationen und Dyspareunie.
© arznei-news.de – Quelle: Obstetrics & Gynecology – doi: 10.1097/AOG.0000000000002311, Nov. 2017

5-FU-Creme reduziert das Risiko für Plattenepithelkarzinom

05.01.2018 Ergebnisse einer klinischen Studie mit mehr als 900 Militärveteranen mit einem hohen Risiko für Keratinozytenkarzinom-Hautkrebs zeigten, dass die Verwendung der generischen Hautcreme Fluorouacil 5 Prozent (5-FU) für zwei bis vier Wochen das Risiko eines Plattenepithelkarzinoms (SCC), das innerhalb eines Jahres operiert werden muss, um 75 Prozent reduzieren kann.

Dr. Martin A. Weinstock vom Veterans Affairs Medical Center in Providence, R.I. und Kollegen randomisierten 932 Veteranen mit einer Anamnese von mindestens zwei Keratinozytenkarzinomen in den letzten fünf Jahren auf die Anwendung von Fluorouracil 5 Prozent (468 Patienten) oder eine Placebo-Creme (464 Patienten) zweimal täglich für zwei bis vier Wochen.

Wirksamkeit

Die Forscher fanden heraus, dass über vier Jahre hinweg 299 Patienten einen Basalzellkarzinom-Endpunkt und 108 einen Plattenepithelkarzinom-Endpunkt entwickelten. Es gab keinen Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen in der Zeit bis zum ersten Keratinozyten-, Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom über die gesamte Studie. Während des ersten Jahres entwickelten 1 bzw. 4 Prozent der Patienten in der 5-FU-Creme- bzw. Kontrollgruppe ein Plattenepithelkarzinom (75 Prozent Risikoreduktion; P = 0,002). Die 11-prozentige Reduktion des Basalzellkarzinomrisikos während des ersten Jahres in der Fluorouracil-Gruppe war nicht signifikant, und es gab keinen signifikanten Effekt auf das Keratinozytenkarzinomrisiko.

Eine konventionelle Behandlung von Fluorouracil im Gesicht und der Ohren reduziert die Operationshäufigkeit aufgrund von Plattenepithelkarzinom bezogen auf ein Jahr erheblich, schreiben die Autoren im Fachblatt JAMA Dermatology.

Häufige Nebenwirkungen

Die 5-FU-Creme hat häufige Nebenwirkungen wie gerötete, empfindlichere und oft verkrustete Haut, Effekte, die nach dem Ende der Anwendung der Creme verschwinden.
© arznei-news.de – Quelle: JAMA Dermatology – doi:10.1001/jamadermatol.2017.3631, Jan. 2018



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