Corona: Acetylsalicylsäure (Aspirin) bei COVID-19

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Die Einnahme von Aspirin steht im Zusammenhang mit reduzierter mechanischer Beatmung, Intensivstation-Einweisung und Sterblichkeit im Krankenhaus bei hospitalisierten Patienten mit COVID-19

23.10.2020 Laut einer in Anesthesia and Analgesia veröffentlichten Studie hatten hospitalisierte COVID-19-Patienten, die zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen täglich niedrig dosiertes Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnahmen, im Vergleich zu Patienten, die kein Aspirin einnahmen, ein signifikant niedrigeres Komplikations- und Sterberisiko.

Aspirin einnehmende Patienten wurden seltener auf die Intensivstation verlegt oder an ein mechanisches Beatmungsgerät angeschlossen, und die Wahrscheinlichkeit, die Infektion zu überleben, war höher als bei stationären Patienten, die kein Aspirin einnahmen.

Zur Durchführung der Studie sichteten Dr. Jonathan Chow und seine Kollegen die Krankenakten von 412 COVID-19 Patienten im Alter von durchschnittlich 55 Jahren, die in den letzten Monaten wegen Komplikationen infolge ihrer Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Sie wurden im University of Maryland Medical Center in Baltimore und in drei weiteren Krankenhäusern an der Ostküste der USA behandelt.

Etwa ein Viertel der Patienten nahm vor der Einweisung oder direkt nach der Aufnahme täglich niedrig dosiertes Aspirin (in der Regel 81 Milligramm) ein, um ihre Herz-Kreislauf-Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Auswirkungen der Aspirin-Einnahme

Die Forscher fanden heraus, dass die Einnahme von Aspirin mit

  • einer 44-prozentigen Verringerung des Risikos, an ein Beatmungsgerät angeschlossen zu werden,
  • einer 43-prozentigen Verringerung des Risikos einer Einweisung auf die Intensivstation und – was am wichtigsten ist –
  • einer 47-prozentigen Verringerung des Risikos, im Krankenhaus zu sterben, im Vergleich zu denjenigen, die kein Aspirin einnahmen, verbunden war.

Bei den Patienten der Aspirin-Gruppe kam es während des Krankenhausaufenthaltes nicht zu einem signifikanten Anstieg unerwünschter Ereignisse wie z.B. schwerer Blutungen.

Die Forscher kontrollierten mehrere Faktoren, die für die Prognose eines Patienten eine Rolle gespielt haben könnten, darunter Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Rasse, Bluthochdruck und Diabetes. Sie berücksichtigten auch Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie den Einsatz von Betablockern zur Blutdruckkontrolle.

Die Einnahme von Aspirin kann mit verbesserten Ergebnissen bei hospitalisierten COVID-19-Patienten verbunden werden, schreiben die Studienautoren.

Es ist jedoch eine ausreichend aussagekräftige randomisierte kontrollierte Studie erforderlich, um zu beurteilen, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der Aspirin-Anwendung und einer verringerten Lungenschädigung und Sterblichkeit bei COVID-19-Patienten besteht, schließen sie.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Anesthesia & Analgesia: October 21, 2020 – Volume Publish Ahead of Print – Issue – doi: 10.1213/ANE.0000000000005292.


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