Levodopa + Carbidopa bei Parkinson

Levodopa plus Carbidopa haben keinen krankheitsverändernden Effekt bei früher Parkinson-Krankeit

26.01.2019 Für Patienten mit einer frühen Parkinson-Krankheit hat die Behandlung mit Levodopa in Kombination mit Carbidopa keine krankheitsverändernde Wirkung laut einer in New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie.

Levodopa

Constant V.M. Verschuur von der Universität Amsterdam und Kollegen behandelten Patienten mit früher Parkinson-Krankheit randomisiert entweder mit Levodopa (dreimal täglich) in Kombination mit Carbidopa für 80 Wochen (Frühstartergruppe; n=222 Teilnehmer) oder Placebo für 40 Wochen, gefolgt von Levodopa in Kombination mit Carbidopa für 40 Wochen (verzögerte Startergruppe; 223 Patienten).

Veränderung bei UPDRS

Die Forscher stellten fest, dass die Veränderung bei der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS) -1,0 ± 13,1 Punkte in der Frühstarter- bzw. -2,0 ± 13,0 Punkte in der verzögerten Gruppe von der Baseline bis zur Woche 80 (Differenz 1,0 Punkt; P = 0,44) betrug.

Carbidopa
Carbidopa

Zwischen den Wochen 4 und 40 betrug die Rate der Symptomprogression, gemessen in UPDRS-Punkten pro Woche: 0,04 ± 0,23 in der Frühstarter- bzw. 0,06 ± 0,34 in der verzögerten Gruppe (Differenz -0,02).

Zwischen den Wochen 44 und 80 lagen die entsprechenden Raten bei 0,10 ± 0,25 bzw. 0,03 ± 0,28 (Differenz 0,07); die Differenz entsprach nicht dem Kriterium der Nicht-Unterlegenheit der frühen versus verzögerten Levodopa-Behandlung.

Ob höhere Dosen des Medikaments, längere Verabreichungszeiten oder die Einleitung des Medikaments in späteren Stadien der Erkrankung den Verlauf der Parkinson-Krankheit verändern könnten, sollte weiter in zukünftigen Studien untersucht werden, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: New England Journal of Medicine – DOI: 10.1056/NEJMoa1809983





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