Carbidopa

Anti-Parkinson-Mittel

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  • 26.01.2019 Levodopa plus Carbidopa haben keinen krankheitsverändernden Effekt bei früher Parkinson-Krankeit … zum Artikel

Wirkung, Indikation

Einordnung unter: Parkinsonmittel, Dopaminerge Mittel, Dopa und Dopa-Derivate.

Wirkstoff: Carbidopa
Wirkung auf Organismus als: Anti-Parkinson-Mittel (hemmt die Verstoffwechselung von L-DOPA).
Medikament ist zugelassen und wird verkauft in Deutschland. Wird in Kombination mit Levodopa gegen die Parkinson Krankheit eingesetzt.

Medikamente, die den Wirkstoff Carbidopa enthalten: Isicom, Dopadura, Duopa, Sinemet, LevoCar, LevoCarb, Levocomp, Numient, Striaton (mit Levodopa); Stalevo (in Kombination mit Levodopa und Entacapon).

Mögliche Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen

Leukopenie, hämolytische und nicht hämolytische Anämie, Agranulozytose, Thrombozytopenie, Anorexie, Gewichtsabnahme, -zunahme,

Halluzinationen, Benommenheit, Verwirrtheit, Albträume,

Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit (sehr selten mit extremer Tagesschläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen), Erschöpfung,

Depression, sehr selten mit Selbstmord-Versuchen, Euphorie, Demenz, psychotische Episoden, Antriebssteigerung, Agitation, Furcht, Denkstörungen, Desorientierung,

Kopfschmerzen, gesteigerte Libido, Erstarrung, Krampfanfälle, Dyskinesien (häufiger als bei schnellfreisetzenden Levodopa/Carbidopa-Kombibationspräparaten), Chorea, Dystonien, extrapyramidale und Bewegungsstörungen, Bradykinesie, Parästhesien, Hinfallen, Gangstörungen, Trismus, Ataxie, Verstärkung eines Tremors der Hände, malignes neuroleptisches Syndrom, verschwommenes Sehen, Blepharospasmus (mögliches frühes Anzeichen einer Überdosis), Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms, Doppeltsehen.

Pupillenerweiterung, Blickkrämpfe, Palpitationen, unregelmäßiger Herzschlag, orthostatische Dysregulation, Ohnmachtsanfälle, Synkope, Hypertonie, Phlebitis, Heiserkeit, Brustschmerzen, Dyspnoe, gestörte Normalatmung, Übelkeit, Erbrechen. Mundtrockenheit, bitterer Geschmack, Verstopfung, Durchfall, Sekretion zu großer Speichelmengen, Dysphagie, Blähungen, Dyspepsie, Schmerzen im Magen- Darmbereich, Dunkelfärbung des Speichels, Bruxismus, Schluckauf, Zungenbrennen, Duodenalulzera, gastrointestinale Blutungen, Angioödem, Nesselsucht, Pruritus.

Gesichtsröte, Haarausfall, Exanthem, vermehrtes Schwitzen, Dunkelfärbung des Schweißes, Aktivierung eines malignen Melanoms, Purpura Schoenlein-Henoch, Myospasmus, Harnverhalt, Harninkontinenz, Dunkelfärbung des Harns, Priapismus.

Schwäche, Unwohlsein, Flare-Ups. Veränderte Laborwerte: AP, SGOT, SGPT, LDH, Bilirubin, Blutharnstörungen, Kreationismus, Harnsäure, positiver Coombs-Test. Erniedrigte Hb und Hämatokrit, erhöhter Blutzucker und Urinbefunde (Leukozyten, Bakt., Blut), falsch positiver Test auf Ketonurie, falsch negative Tests auf Glukosurie.

Wirkweise

Der Wirkstoff verhindert selektiv die Umwandlung von L-DOPA zu Dopamin in der Peripherie, da es die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen kann. Damit gibt es u.a. weniger Neigung zu Tachykardie, Nykturie, orthostatische Dysregulation. Mit der Zugabe von Carbidopa muss weniger Levodopa verabreicht werden, da ohne periphere Decarboxylierungshemmung 95 % des verabreichten Levodopas außerhalb des Gehirns decarboxyliert werden würde.

Warnhinweise

Gegenanzeigen

Carbidopa wird fast ausschließlich als Carbidopa 1H2O in Kombination mit Levodopa verabreicht und hat dann folgende Gegenanzeigen bzw. Anwendungsbeschränkungen:
Nicht anwenden, wenn eines der folgenden Beschwerdebilder vorliegt: Unbehandeltes Engwinkelglaukom, Personen unter 18 Jahre, schwere Herzerkrankung, schwere Herzrhythmusstörungen, akuter Schlaganfall.

Anwendungsbeschränkungen

Beschränkte Anwendung bei: Dyskinesien. Ausgeprägte Schilddrüsenüberfunktion. Sorgfältige Überwachung bei Patienten mit chronischen Weitwinkelglaukom. Patienten auf Anzeichen einer Depression mit Suizidtendenzen überwachen. Tachykardien und Phäochromozytom, schwere Leber-, Nieren- und Bronchialerkrankungen, schwere Störung des hämopoet. Systems, schwere Psychosen. Melanom und melanomverdächtige Hautveränderungen, alle Krankheitszustände, bei denen Sympathomimetika kontraindiziert sind, Gabe von MAO-A-Hemmern. Chorea Huntington.

Bei Schwangerschaft kontraindiziert bzw. strenge Indikations-Stellung. Während der Stillzeit: Strenge Indikations-Stellung und Abstillen.

Arzneimittelwechselwirkungen von Carbidopa

Folgende (möglichen) Wechselwirkungen sollten bei der Einnahme von Carbidopa bzw. der Präparate, die den Wirkstoff enthalten, beachtet werden:

Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen:

Antihypertonika: orthostatische Dysregulation möglch;
Trizyklische Antidepressiva: u.a. Hypertonie und Dykinesie (selten);
Anticholinergika: Verschlimmerung unwillkürlicher Bewegungsstörungen, Resorptionsverminderung von Levodopa;
Dopamin-D2-Antagonisten (z.B. Phenothiazine, Butyrophenone, Risperidon), Benzodiazepine, Isoniazid, Phenytoin, Papaverin: verminderte therapeutische Wirkung von Levodopa;
Selegilin: orthostatische Dysregulation;
COMT-Hemmer (Tolcapon, Entacapon): erhöhte Bioverfügbarkeit von Levodopa;
Amantadin: verstärkte Levodopa-Nebenwirkungen;
Sympathomimetika: verstärkte kardiovaskuläre Nebenwirkungen;
Metoclopramid: erhöhte Bioverfügbarkeit von Levodopa/Carbidopa;
Eisensulfat, proteinreiche Diät: verminderte Resorption von Levodopa.





Diese Informationen sind NICHT als Empfehlung für ein bestimmtes Medikament zu verstehen. Auch wenn diese Berichte, Studien, Erfahrungen hilfreich sein können, sind sie kein Ersatz für die Erfahrung und das Fachwissen von Ärzten.

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