Antidementiva – Demenz-Medikamente

Antidementiva sind Medikamente, die gegen Demenz-Krankheiten bzw. ihre Symptome wirken sollen.

Liste

Liste der Medikamente und Mittel, die als antidementive Arzneimittel eingesetzt wurden.

Antidementiva: Keine Wirkung bei leichter kognitiver Beeinträchtigung

Antidementiva sind Medikamente, die bei der Behandlung von Demenz und Alzheimer eingesetzt werden (wie z.B. Galanthamin), aber oft auch bei leichter kognitiver Beeinträchtigung.

Leichte kognitive Beeinträchtigung

Unter der Bedingung ‚Leichte kognitive Beeinträchtigung‘ (LKB; auch Leichte kognitive Störung; engl.: Mild cognitive impairment, MCI) wird eine Beeinträchtigung des Denkens verstanden, bei der es zu Gedächtnisproblemen kommt, die sich jedoch nicht wesentlich auf das tägliche Leben auswirken. Die ‚Leichte kognitive Beeinträchtigung‘ wird von einigen auch als Vorstufe zur Demenz angesehen.

Keine Verbesserung der kognitiven Funktionen

Antidementiva: Keine Wirkung bei LKB

Galantamin Strukturformel

Eine neue Überprüfung der herausgegebenen Literatur stellt fest, dass Antidementiva nicht die kognitiven Funktionen verbessern. Tatsächlich stellten die Forscher fest, dass sie bei Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung eher Schaden anrichten.

Die Forscher sahen sich acht randomisierte Studien an, von denen jede das jeweilige Antidementivum – Donepezil (Aricept), Rivastigmin (Exelon), Galanthamin (Razadyn) oder Memantin (Namenda) mit einem Placebo bei Patienten mit LKB verglichen.

Obwohl die Antidementiva durchaus einen kurzfristigen Nutzen zeigten, konnten keinerlei postive Langzeitwirkungen nach anderthalb Jahren gefunden werden.

Beträchtliche Nebenwirkungen

Dafür erlitten die Patienten auf Antidementiva beträchtliche Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen; bei Galanthamin kam es zu einem höheren Risiko für Bradykardie.

„Unsere Ergebnisse unterstützen nicht die Verwendung von Antidementiva bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung. Diese Medikamente waren in unserer Studie nicht mit irgendeinem Vorteil verbunden und führten zu Schädigungen“, schließen die Autoren.

© arznei-news.de – Quelle: Canadian Medical Association Journal, Sept. 2013



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