Mpox: HIV-Status hat keinen Einfluss auf Tecovirimat-Behandlung

Kein Unterschied zwischen HIV-Infizierten und Nicht-Infizierten bei den Behandlungsergebnissen, einschließlich der Tage bis zur Besserung und der Symptome

Mpox: HIV-Status hat keinen Einfluss auf Tecovirimat-Behandlung

02.05.2023 Laut einer online in den Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie scheint der HIV-Status keinen Einfluss auf die Behandlungsergebnisse von Patienten zu haben, die Tecovirimat gegen Mpox erhalten.

Dr. Jacob McLean vom Columbia University Medical Center in New York City und Kollegen verglichen die klinische Präsentation und die Behandlungsergebnisse von Menschen mit HIV und HIV-negativen Personen mit einer Infektion mit dem Mpox-Virus (MPXV), die mit Tecovirimat behandelt wurden. Insgesamt wurden 196 Personen berücksichtigt, die zwischen dem 20. Juni und dem 29. August 2022 mit Tecovirimat behandelt wurden. 154 von ihnen wurden positiv auf MPXV getestet, 72 davon waren Menschen mit HIV.

  • Die Forscher stellten fest, dass die HIV- und die HIV-negative Gruppe ähnliche Indikationen für die Behandlung mit Tecovirimat hatten.
  • Bei vier Personen traten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf, von denen keines auf die Tecovirimat-Behandlung zurückgeführt werden konnte. Drei dieser Personen hatten eine HIV-Infektion, und bei zwei der Personen wurde eine CD4-Zahl <0,20 x 109 Zellen/L festgestellt.
  • Nicht schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten bei 22 Prozent der Teilnehmer auf. Die Raten der Krankenhauseinweisungen, der Behandlungsindikationen und der gleichzeitig auftretenden Infektionen waren zwischen den Gruppen ähnlich; die Anzahl der Tage vom Auftreten der Symptome bis zur Behandlung war jedoch bei den Menschen mit HIV geringer (7,5 gegenüber 10 Tagen).
  • Die Behandlungsergebnisse unterschieden sich nicht, einschließlich der Tage bis zur Besserung oder der Häufigkeit anhaltender Symptome.

„Tecovirimat ist eine vielversprechende Therapie, deren Wirksamkeit sich hoffentlich in zukünftigen rigorosen Studien bestätigen wird“, schreiben die Autoren.

© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine doi.org/10.7326/M22-3132

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