CoVac-1: Neuartiger COVID-19-Impfstoff für Patienten mit geschwächtem Immunsystem

CoVac-1, ein Peptidimpfstoff, induziert T-Zell-Immunreaktionen bei Menschen mit B-Zell-Defiziten, insbesondere bei Leukämie- und Lymphompatienten

22.04.2022 Zwischenergebnisse früher Forschungsarbeiten zeigen, dass ein neuer Impfstoff gegen das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2), CoVac-1, bei 93 Prozent der Patienten mit B-Zell-Defiziten eine T-Zell-Immunantwort auslöst. Dies geht aus einer auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research vorgestellten Studie hervor.

Claudia Tandler vom Universitätsklinikum Tübingen und ihre Kollegen präsentierten die vorläufigen Sicherheits- und Immunogenitätsergebnisse einer Phase I/II-Studie zur Bewertung von CoVac-1 – das auf die Induktion von SARS-CoV-2-spezifischen T-Zellen abzielt – bei Patienten mit angeborenem oder erworbenem B-Zell-Mangel (hauptsächlich Patienten mit Leukämie und Lymphomen). 64 Prozent der Studienteilnehmer hatten keine humorale Immunantwort entwickelt, nachdem sie zuvor zugelassene SARS-CoV-2-Impfstoffe erhalten hatten.

Die Forscher stellten fest, dass CoVac-1 ein gutes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufwies, ohne relevante systemische Nebenwirkungen, ähnlich wie bei gesunden Erwachsenen. Am Tag 28 nach der Verabreichung von CoVac-1 hatten 93 Prozent der Studienteilnehmer CoVac-1-spezifische T-Zell-Reaktionen; die frühesten Reaktionen wurden am Tag 14 (71 Prozent) nachgewiesen. Multifunktionale T-Helfer 1 CD4+ T-Zellen vermittelten die durch den Impfstoff ausgelösten T-Zell-Reaktionen. In dieser Population löste CoVac-1 T-Zell-Antworten aus, die denen ähnelten, die bei gesunden Freiwilligen nach einer natürlichen Infektion oder durch zugelassene Impfstoffe ausgelöst wurden.

„CoVac-1 ist so konzipiert, dass es eine breite und lang anhaltende SARS-CoV-2-T-Zell-Immunität auslöst, selbst bei Personen, die nicht in der Lage sind, eine ausreichende Immunität durch einen derzeit zugelassenen Impfstoff aufzubauen, und somit diese Hochrisikopatienten vor einem schweren Verlauf von COVID-19 schützt“, sagte ein Mitautor in einer Presseerklärung.

© arznei-news.de – Quellenangabe: AACR





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