Acetylsalicylsäure (Aspirin) bei Prostatakrebs

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Acetylsalicylsäure hilft gegen Prostatakrebs

Verschiedene Antikoagulanten, u.a. Warfarin, Clopidogrel, Enoxaparinien und ASS senken die Sterberate bei Patienten mit Prostatakrebs.

Niedrigere Sterberate durch ASS

ASS
Acetylsalicylsäure bzw. ASS

Laut einer neuen Studie zeigen Patienten mit Prostatakrebs bei Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS, bekannt auch als Aspirin) eine deutlich geringere Sterberate. An der Studie nahmen an die 6.000 Männer teil.

Die Teilnehmer der Studie, die wegen Prostatakrebs operiert oder bestrahlt worden waren, wurden 10 Jahre lang mit verschiedenen Antikoagulantien behandelt. Die Arzneimittel waren: Clopidogrel, Warfarin, Enoxaparin oder ASS. Die Kontrollgruppe erhielt keine dieser Arzneistoffe.

Ohne Antikoagulantien starben mehr

Acht Prozent der Kontrollgruppe starben in dieser Zeit. In der Gruppe, in der die Patienten Clopidogrel, Warfarin, Enoxaparin oder Acetylsalicylsäure bekamen, starben jedoch nur drei Prozent. Laut Studienautoren soll vor allem ASS dafür verantwortlich gewesen sein.

Acetylsalicylsäure und Krebs

Es zeigt sich auch, dass das Rezidiv- und Metastasenrisiko unter ASS bedeutend reduziert werden konnte.

In früheren Studien zeigte sich auch, dass Acetylsalicylsäure das Wachstum von Tumoren hemmt.

Quelle: American Society of Clinical Oncology. August 2012

Sterblichkeit bei niedrig dosiertem Aspirin nach der Diagnose von Prostatakarzinom

05.03.2019 Niedrig dosiertes Aspirin (Acetylsalicylsäure, ASS) scheint das Gesamtrisiko für den Tod durch Prostatakarzinom nicht zu verringern laut einer in Annals of Internal Medicine veröffentlichten Studie.

Charlotte Skriver vom Danish Cancer Society Research Center in Kopenhagen und Kollegen nutzten ein landesweites Datenregister, um den Zusammenhang zwischen der postdiagnostischen Anwendung von niedrig dosiertem Aspirin (mindestens zwei Verschreibungen [75 bis 150 mg] innerhalb eines Jahres nach der Diagnose von Prostatakrebs) und der Sterblichkeit durch Prostatakrebs zu beurteilen.

Die Forscher stellen fest, dass 29.136 Patienten von 2000 bis 2011 mit Prostatakrebs diagnostiziert wurden.

Im Durchschnitt starben während 4,9 Jahren Follow-up 7.633 Patienten an Prostatakarzinom und 5.575 durch andere Ursachen.

Mortalität

Die Wissenschaftler beobachteten einen Zusammenhang zwischen der Anwendung von niedrig dosiertem Aspirin nach der Diagnose und der spezifischen Mortalität von Prostatakrebs (adjustiertes Hazard Ratio [aHR] 0,95) und der Mortalität aufgrund anderer Ursachen (aHR 1,12).

Die Sterblichkeitsrate bei Prostatakrebs war leicht reduziert bei einer Exposition gegenüber niedrig dosierten Aspirintabletten nach der Diagnose von fünf Jahren (aHR 0,91) und 7,5 Jahren (aHR 0,84), insbesondere bei Patienten, die während des Zeitraums von 7,5 Jahren Rezepte für eine große Menge niedrig dosierter Aspirin-Tabletten erhielten.

Ergebnisse für längere Expositionszeiten deuten darauf hin, dass der Einsatz von niedrig dosiertem Aspirin umgekehrt mit der Sterblichkeit durch Prostatakrebs nach fünf Jahren nach der Krebsdiagnose verbunden sein könnte, schreiben die Forscher.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Annals of Internal Medicine – DOI: 10.7326/M17-3085

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