Cisplatin

Cisplatin (Handelsnamen: Cis-GRY, Platiblastin, Platinol etc.) ist ein Zytostatikum zur Hemmung des Zellwachstums bzw. der Zellteilung und wird als Chemotherapie bei Krebs eingesetzt.

Cisplatin ist Cetuximab bei HPV+ Oropharynx-Krebs überlegen

18.12.2018 Für die Behandlung von humanem Papillomavirus (HPV)-positiven Oropharynxkarzinom mit geringem Risiko zeigt Cetuximab im Vergleich zum Standard-Cisplatin-Schema keinen Nutzen in Bezug auf reduzierte Toxizität und führt zu einer schlechteren Tumorkontrolle, wie eine kürzlich in The Lancet veröffentlichte Studie zeigt.

Dr. Hisham Mehanna von der Universität Birmingham in Großbritannien und Kollegen führten eine Phase-3-Studie in 32 Kopf- und Halskrebsbehandlungszentren in Irland, den Niederlanden und Großbritannien durch.

HPV-positiver Oropharynxkrebs

Erwachsene Patienten mit HPV-positivem Oropharynxkarzinom mit geringem Risiko wurden nach dem Zufallsprinzip einer Strahlentherapie (70 Gy in 35 Fraktionen) plus entweder intravenösem Cisplatin (166 Teilnehmer; 100 mg/m² an den Tagen 1, 22 und 43 der Strahlentherapie) oder intravenösem Cetuximab (168 Teilnehmer; 400 mg/m² Aufbaudosis, gefolgt von sieben wöchentlichen Infusionen von 250 mg/m²) unterzogen.

Toxizität

Die Forscher fanden heraus, dass die gesamte (akute und späte) schwere (Grad 3 bis 5) Toxizität zwischen den Behandlungsgruppen nach 24 Monaten ähnlich war (P = 0,98).

Ebenso unterschied sich die gesamte Toxizität aller Grade nicht signifikant bei der durchschnittlichen Anzahl der Ereignisse pro Patient (P = 0,49) nach 24 Monaten.

Gesamtüberleben

Cisplatin und Cetuximab unterschieden sich jedoch signifikant beim Zwei-Jahres-Gesamtüberleben (97,5 gegenüber 89,4 Prozent; Hazard Ratio: 5; P = 0,001) und im Zwei-Jahres-Rezidiv (6 gegenüber 16,1 Prozent; Hazard Ratio 3,4; P = 0,0007).

Cisplatin und Strahlentherapie sollten als Versorgungsstandard für HPV-positive Patienten mit geringem Risiko verwendet werden, wenn sie Cisplatin vertragen, schreiben die Autoren.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet – DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)32752-1



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