Liso-cel / Lisocabtagen maraleucel

B-Zellen-Non-Hodgkin-Lymphom: TRANSCEND-Studie zu Liso-cel

11.12.2017 Juno Therapeutics, Inc. und Celgene Corporation haben zusätzliche Daten aus der TRANSCEND-Studie zu JCAR017 (Lisocabtagen maraleucel; Liso-cel) bei der Behandlung von Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) aggressiven B-Zellen-Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) auf der 59. Jahrestagung und Ausstellung der American Society of Hematology (ASH) veröffentlicht.

TRANSCEND ist eine offene, multizentrische Phase-1-Studie zur Bestimmung der Sicherheit, Pharmakokinetik und Antitumor-Aktivität von Liso-cel bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffusen B-Zellen-Lymphom (DLBCL), primärem mediastinalen B-Zell-Lymphom, follikulärem Lymphom Grad 3B und Mantelzell-Lymphom.

Die TRANSCEND-Daten wurden wie bei den vorangegangenen Auswertungen sowohl für die Kern- als auch für die Gesamtgruppe dargestellt. Die Kerngruppe (N=67) umfasst 29 Patienten, die die Dosisstufe zwei (DL2 = 100 Millionen Zellen) erhielten, 34 Patienten, die die Dosisstufe eins (DL1 = 50 Millionen Zellen) erhielten, und 4 Patienten, die die Dosisstufe eins zweimal, etwa 14 Tage auseinander, erhielten.

Bei DL2 zeigten die Daten eine 3-monatige Gesamtansprechrate (ORR) von 74% (14/19) und eine 3-monatige komplette Ansprechrate (CR) von 68% (13/19). Von den Patienten, die 6 Monate Follow-up erreicht haben, zeigten 50% (7/14) CR. Über die Dosen hinweg zeigten 80% (16/20) der Patienten mit CR nach 3 Monaten auch CR nach 6 Monaten und 92% (11/12) der Patienten zeigten nach 6 Monaten Ansprechen beim Stopp der Datenaufnahme.

In allen Dosen betrug die mediane Ansprechdauer (DOR) 9,2 Monate und das mediane Anhalten der CR wurde nicht erreicht.

Nebenwirkungen und Verträglichkeit

Verträglichkeit in der Kerngruppe:

  • 1% (1/67) erlitten ein schweres Zytokinfreisetzungssyndrom und 15% (10/67) eine schwere Neurotoxizität.
  • 36% (24/67) zeigten insgesamt ein Zytokinfreisetzungssyndrom und 21% (14/67) insgesamt Neurotoxizität.
  • 58% (39/67) hatten kein Zytokinfreisetzungssyndrom oder Neurotoxizität.
  • Bei Dosisstufe 1 erlitten 3% (1/34) ein schweres Zytokinfreisetzungssyndrom und 21% (7/34) eine schwere Neurotoxizität.
  • Bei Dosisstufe 2 erlitten 0% (0/29) ein schweres Zytokinfreisetzungssyndrom und 7% (2/29) eine schwere Neurotoxizität.
  • 13% (9/67) erhielten Tocilizumab und 18% (12/67) Kortikosteroide.

Die häufigsten Nebenwirkungen außer Zytokinfreisetzungssyndrom und Neurotoxizität, die bei ≥25% auftraten, waren Neutropenie (49%), Anämie (38%), Müdigkeit (37%), Thrombozytopenie (29%), Übelkeit (27%) und Durchfall (25%). Die häufigsten Nebenwirkungen waren ähnlich zwischen Kern- und Gesamtgruppe.

JCAR017 (Liso-cel) ist ein CD19-gesteuerter Produktkandidat für CAR-T-Zellen mit einer kostimulatorischen Domäne von 4-1BB. Juno glaubt, dass das klinische Profil von Lisocabtagen maraleucel eine ambulante Verabreichung ermöglichen könnte. Die Einreichung des Zulassungsantrags soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolgen, die Zulassung Ende 2018, schreibt das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quelle: Juno Therapeutics, Inc., Celgene Corporation, Dez. 2017



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