Pembrolizumab (Keytruda) – Kopf- und Halskrebs

Einsatz des Medikamentes bei (s. dort): Hodgkin-Lymphom, B-Zell-Lymphom, Melanom – Schwarzer Hautkrebs, Blasenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs (Kolorektalkarzinom), Leberkrebs, hepatozelluläres Karzinom, Lungenkrebs (NSCLC), Kopf- und Halskrebs, Mesotheliom, Magenkrebs, Magenkarzinom, Nierenzellkarzinom, Prostatakrebs, Speiseröhrenkrebs, Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

Kopf- und Halskarzinom: Studienergebnisse aus Keynote-040

14.09.2017 Die Behandlung mit dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (Keytruda) könnte eine bessere Option als Standard-Behandlungen für Patienten sein, deren Kopf-Hals-Krebs gestreut hat oder erneut aufgetreten ist nach einer ersten Runde Chemotherapie laut den Ergebnissen der Keynote-040-Studie, die auf dem Kongress ESMO 2017 vorgestellt wurden.

KEYNOTE-040

Die KEYNOTE-040-Studie war eine globale, offene Phase-3-Studie, die Patienten mit rezidivierendem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich nach einer platinbasierten Chemotherapie aufgenommen hatte.

Gesamtüberlebenszeit

Obgleich die 19% Verbesserung bei der Gesamtüberlebenszeit bei den mit Pembrolizumab behandelten Patienten nicht den präspezifizierten Unterschied für statistische Signifikanz entsprach, war es dennoch ein klinisch bedeutender Unterschied für diese Population, die nur sieben bis acht Monate im Durchschnitt lebt, nachdem eine Behandlung eingeleitet worden ist, sagte Studienleiterin Dr. Ezra Cohen von der Universität California, San Diego.

PD-L1

Die mediane Gesamtüberlebenszeit (OS) war nur geringfügig höher in der Pembrolizumab-Gruppe im Vergleich zur Standard-Behandlung (8,4 versus 7,1 Monate, Hazard Ratio [HR] 0,81 95% CI 0,66-0,99, P = 0,0204), aber für eine Subgruppe der Patienten mit PD-L1-exprimierenden Tumoren war Keytruda mit dramatischen und deutlich verbesserten Ergebnisse verbunden, schreiben die Forscher.

Bei Patienten mit kombinierten Tumor- und Immunzellen-PD-L1-Expression (CPS) von mindestens 1% betrug das mediane OS 8,7 Monate unter Pembrolizumab im Vergleich zu 7,1 Monaten unter Standard-Behandlungen (HR 0,75; 95% CI 0,59-0,95; P = 0,0078), und bei Patienten mit PD-L1-Expression in mehr als 50% ihrer Krebszellen, betrug das mediane OS 11,6 versus 7 Monaten.

Nebenwirkungen

Im Vergleich zu den anderen Behandlungen hat sich Keytruda in Bezug auf die Nebenwirkungen gut bewährt, schreiben die Studienautoren.

In fast jeder Kategorie hatte es ein besseres Nebenwirkungsprofil, d. h. eine geringere Toxizitätshäufigkeit im Vergleich zu den Standardbehandlungen, sagte Cohen. Die Ausnahme ist Hypothrodismus, was bei 13% der mit Pembro behandelten Patienten auftrat, gegenüber nur 1% bei denjenigen, die andere Behandlungen erhielten.
© arznei-news.de – Quelle: ESMO, Sept. 2017

KEYNOTE-048 Daten: Erstlinientherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

25.07.2018 MSDs Keytruda (Wirkstoff Pembrolizumab) verlängerte das Gesamtüberleben signifikant, wenn es als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung von rezidivierendem oder metastasierendem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC) bei Patienten, die PD-L1 exprimieren, eingesetzt wurde.

Basierend auf einer Zwischenanalyse des unabhängigen Data Monitoring Committee (DMC) der Phase-III-Studie KEYNOTE-048 führte die Behandlung mit Keytruda (Pembrolizumab) im Vergleich zu Cetuximab in Kombination mit Platin-Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin) plus 5-Fluorouracil (5-FU), dem aktuellen Behandlungsstandard für HNSCC in der Erstlinienbehandlung, zu einer signifikant längeren Gesamtüberleben.

Zum Zeitpunkt der Zwischenanalyse sei der duale primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens (PFS) für Patienten, deren Tumoren PD-L1 (Combined Proportion Score – CPS ≥ 20) nicht erreicht worden, fügte die Firma hinzu.

Das Sicherheitsprofil von Keytruda in dieser Studie stimmte mit dem aus früheren Studien mit Patienten mit HNSCC überein.

Über KEYNOTE-048

KEYNOTE-048 ist eine randomisierte, offene Phase-3-Studie (ClinicalTrials.gov, NCT02358031) mit voraussichtlich 825 Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren zur Untersuchung von Pembrolizumab in der Erstlinientherapie als Monotherapie oder in Kombination mit einer Platin-Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin) plus 5-Fluorouracil (5-FU) im Vergleich zu Cetuximab mit Platin-Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin) plus 5-FU.

Die beiden primären Endpunkte sind das Gesamtüberleben (OS) und das progressionsfreie Überleben (PFS).

Die sekundären Endpunkte der Studie sind PFS (nach 6 Monaten und 12 Monaten), Objective Response Rate (ORR) und Time to Deterioration in Quality of Life Global Health Status/Quality of Life Scales der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) Quality of Life Questionnaire.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD

Keynote-048 – Kopf-Halstumoren: Update – positive Resultate

26.10.2018 Keytruda von MSD verbesserte das Gesamtüberleben um bis zu 39% bei Kopf-Hals-Tumoren in der Erstlinientherapie laut den neuesten Ergebnissen.

Die Zwischenergebnisse aus KEYNOTE-048 zeigten, dass die Pembrolizumab-Monotherapie das Gesamtüberleben (OS) um 39% bei Patienten verbesserte, deren Tumoren PD-L1 mit Combined Positive Score (CPS) größer oder gleich 20 exprimierten, und um 22% bei Patienten mit CPS größer oder gleich 1, verglichen mit der aktuellen Standardversorgung.

Darüber hinaus zeigte das Medikament in Kombination mit Chemotherapie ein verbessertes OS um 23 Prozent, unabhängig von der PD-L1-Expression.
© arznei-news.de – Quellenangabe: MSD

Pembrolizumab versus Methotrexat, Docetaxel oder Cetuximab bei rezidivierendem oder metastasierendem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich

03.12.2018 Pembrolizumab (Keytruda) kann das Leben von Menschen mit fortgeschrittenem Kopf- und Halskrebs erheblich verlängern, wobei einige drei Jahre oder länger überlebten, berichtet eine klinische im Fachblatt The Lancet publizierte Studie.

Insgesamt hatte das Medikament signifikante Vorteile für die Patienten, wobei 37 Prozent der damit behandelten Patienten ein Jahr oder länger überlebten, verglichen mit nur 26,5 Prozent der Patienten unter der Standardmedikation.

Aber die Ergebnisse waren besonders spannend für die Gruppe der Menschen, die auf Pembrolizumab ansprachen – mit einer mittleren Ansprechdauer von 18,4 Monaten, verglichen mit fünf Monaten bei der Standardversorgung.

KEYNOTE-040

Das Medikament wurde in einer Studie an fast 500 Patienten mit sehr weit fortgeschrittenem Kopf- und Halskrebs untersucht, der sich im ganzen Körper ausgebreitet hatte und bereits resistent gegen Platin-Chemotherapie, die Erstlinienbehandlung bei der Krankheit, geworden war. Rund 247 Patienten wurden randomisiert, um Keytruda und 248 um Standardtherapie – Chemotherapie oder das Zielpräparat Cetuximab – zu erhalten.

Wenn eine Chemotherapie oder spezifische Therapien nicht mehr wirken, sind die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit fortgeschrittenem Kopf- und Halskrebs begrenzt, und es wird normalerweise erwartet, dass sie weniger als sechs Monate überleben.

Überlebensdauer

Die Patienten der Studie, die Pembrolizumab erhielten, überlebten im Durchschnitt 8,4 Monate unter Pembrolizumab und 6,9 Monate unter einer Standardbehandlung.

Aber eine Minderheit der Patienten sprach sehr gut auf Keytruda an – bei 36 Patienten verschwand der Krebs teilweise oder ganz, und einige sind drei Jahre nach der ersten Einnahme des Medikaments noch krebsfrei.

Weniger schwere Nebenwirkungen

Pembrolizumab verursachte auch weniger schwere Nebenwirkungen als die derzeit zugelassenen Medikamente – 13 Prozent der Menschen, die das Immunmedikament erhielten, hatten schwere Nebenwirkungen, verglichen mit 36 Prozent der Menschen, die ein Standardmedikament erhielten.
© arznei-news.de – Quellenangabe: The Lancet – DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(18)31999-8

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