Neuere Antikoagulanzien mit gastrointestinalen Blutungen verbunden

Blutarzneimittel – Antigerinnungsmittel

Patienten, die die neue Generation oraler Antikoagulanzien (Antigerinnungsmittel) einnehmen, scheinen ein höheres Risiko für gastrointestinale Blutungen zu haben (verglichen mit Standardmedikation), insbesondere, wenn auf venöse Thrombose oder akutes Koronarsyndrom behandelt wird.

Risiko gastrointestinaler Blutung

I. Lisanne Halfter M.D. vom Erasmus MC University Medical Centre in Rotterdam, Niederlande, und Kollegen führten eine systematische Übersicht und Metaanalyse von 43 randomisiert kontrollierten Versuchen mit 151.578 Patienten durch, und verglichen das Risiko gastrointestinaler Blutung nach der Behandlung mit der neuen Generation oraler Antikoagulanzien bzw. Standardmedikation.

Die Forscher fanden heraus, dass, obwohl das Gesamtrisiko für gastrointestinale Blutungen bei den orale Antikoagulanzien einnehmenden Patienten höher war (Odds Ratio [OR], 1.45), es erhebliche Unterschiede zwischen den Studien gab.

Venöse Thrombosen, akutes Koronarsyndrom

Neuere Antikoagulanzien: gastrointestinale Blutungen

Das Risiko war am höchsten für Patienten, die wegen venöse Thrombosen (OR 1.59) und akutem Koronarsyndrom (OR 5.21) behandelt wurden. Das Blutungsrisiko war höher für Apixaban, Dabigatran und Rivaroxaban (OR, 1.23 bis 1.58) und niedriger für Edoxaban (OR 0.31).

Das Gesamtrisiko für klinisch relevante Blutungen war ebenfalls höher für die orale Antikoagulanzien-Gruppe (OR, 1.16) mit ähnlichen Tendenzen in den Subgruppen.

Höheres Risiko durch neue Generation Antikoagulanzien

„Wir konnten zeigen, dass es ein höheres gastrointestinales Blutungsrisiko bei der Behandlung mit der neuen Generation oraler Antikoagulanzien gibt, verglichen mit den Standardmedikamenten“, schrieben Halfter und Kollegen.

„Die aktuellen Erkenntnisse fußen jedoch auf einer stark selektierten Patienten-Gruppe mit einem geringen Blutungsrisiko, was eine getreue Wiedergabe zukünftiger Patienten in der täglichen klinischen Praxis nicht erlaubt.“

© arznei-news.de – Quelle: Erasmus MC University Medical Centre, Juli 2013



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