Bevacizumab (Avastin) – Lungenkrebs (NSCLC)

EU-Zulassungsempfehlung: Erweiterung bei NSCLC

29.04.2016 Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) empfiehlt die Zulassung von Avastin der Firma Roche Registration Limited zur Behandlung von Patienten mit einem spezifischen Lungenkrebs (NSCLC).

Der CHMP empfiehlt die Genehmigung des Medikaments in Kombination mit Tarceva (Erlotinib) für die First-Line-Behandlung von erwachsenen Patienten mit inoperablem fortgeschrittenen, metastasierten oder rezidivierendem Nicht-Plattenepithel nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) mit Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR) aktivierenden Mutationen.

Wirksamkeit in JO25567

Die Empfehlung stützt sich in erster Linie auf Daten aus der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie JO25567. In der Studie zeigten die mit Bevacizumab plus Erlotinib behandelten Patienten im Median 6,3 Monate längeres Überleben ohne eine Progression ihrer Krankheit (progressionsfreies Überleben, PFS) im Vergleich zu denen, die Tarceva allein erhielten.

Dies stellt eine statistisch signifikante relative Reduktion um 46 Prozent des Risikos für Krankheitsprogression oder Tod dar (medianes PFS: 16,0 Monate versus 9,7 Monate; HR = 0,54), womit die Studie ihren primären Endpunkt erreichte.

Bevacizumab und Erlotinib zielen jeweils auf Prozesse, die als Schlüsselfaktoren für das Wachstum und die Entwicklung von Tumoren bekannt sind, und die positive Wirkung – sowie Wirksamkeit und Toleranz – der Wirkstoffkombination werden durch die Ergebnisse weiterer klinischer Studien unterstützt.
© arznei-news.de – Quelle: Roche, April 2016

NSCLC: EU-Genehmigung für Kombination

08.06.2016 Die Europäische Kommission hat Roches Avastin (Wirkstoff Bevacizumab) in Kombination mit Tarceva (Erlotinib) zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen.

Insbesondere wird die Kombination für die First-Line-Behandlung von erwachsenen Patienten mit inoperablem fortgeschrittenem, metastasierendem oder rezidivierendem Nicht-Plattenepithel-NSCLC mit Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR) aktiver Mutation zugelassen.

Die Phase-II-Studie JO25567 zeigte eine statistisch signifikante Verringerung des Risikos der Krankheitsprogression oder Tod um 46% bei den mit der Kombination Avastin plus Tarceva behandelten Patienten im Vergleich zu Tarceva allein.
© arznei-news.de – Quelle: Roche, Juni 2016

Fortgeschrittener Lungenkrebs – IMpower150-Resultate: Kombination Tecentriq (Atezolizumab) und Avastin (Bevacizumab) + Chemotherapie

20.11.2017 Roche hat heute bekanntgegeben, dass die Phase-III-Studie IMpower150 ihren primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens (PFS) erreicht hat, und dass die Kombination von Tecentriq (Wirkstoff Atezolizumab) und Avastin (Wirkstoff Bevacizumab) plus Chemotherapie (Paclitaxel und Carboplatin) eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Reduktion des Risikos einer Verschlechterung oder für Tod bei der Erkrankung bewirkte.

Erste Beobachtungen für den koprimären Endpunkt des Gesamtüberlebens (OS) sind ermutigend, schreibt das Unternehmen. Diese Daten seien jedoch noch nicht vollständig ausgewertet, und die nächste Analyse wird für das erste Halbjahr 2018 erwartet.

Die Sicherheit der Kombination plus Chemotherapie schien dem bekannten Sicherheitsprofil der einzelnen Medikamente zu entsprechen, und es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.

IMpower150 ist eine multizentrische, offene, randomisierte und kontrollierte Phase-III-Studie zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Atezolizumab in Kombination mit Chemotherapie (Carboplatin und Paclitaxel) mit oder ohne Avastin bei Patienten mit nicht zum Plattenepithelkarzinom zählendem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs im Stadium IV, die wegen ihrer fortgeschrittenen Erkrankung nicht mit einer Chemotherapie behandelt wurden. Sie registrierte 1.202 Personen, von denen diejenigen mit ALK- und EGFR-Mutationen von der primären ITT-Analyse ausgeschlossen wurden.
© arznei-news.de – Quelle: Roche, Nov. 2017

IMpower150 erreicht Endpunkt des Gesamtüberlebens

27.03.2018 Roche hat bekanntgegeben, dass die Phase-III-Studie IMpower150 bei der aktuellen Zwischenanalyse ihren koprimären Endpunkt des Gesamtüberlebens (OS) erreicht hat.

In der Kombination von TECENTRIQ (Atezolizumab) und Avastin (Bevacizumab) sowie Carboplatin und Paclitaxel (Chemotherapie) lebten Menschen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) deutlich länger als unter Avastin plus Carboplatin und Paclitaxel.

Ein Überlebensvorteil zeigte sich in allen wichtigen Untergruppen, einschließlich derjenigen mit unterschiedlicher PD-L1-Expression, schreibt das Unternehmen.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Roche

Zusätzliches Bevacizumab verbessert Gesamtüberleben bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC)

19.06.2019 Die Zugabe von Bevacizumab (Handelsname Avastin) zu Carboplatin / Pemetrexed ist mit einer verbesserten Gesamtüberlebensrate bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) verbunden laut einer im Journal of the National Comprehensive Cancer Network veröffentlichten Studie.

Dr. Stephen J. Bagley von der Perelman School of Medicine an der Universität Pennsylvania in Philadelphia und Kollegen führten eine retrospektive Kohortenstudie mit Patienten durch, bei denen NSCLC diagnostiziert wurde, die einen oder mehrere Zyklen von Carboplatin / Pemetrexed ± Bevacizumab als erste systemische Therapie für Stadium IV oder metastasierende / wiederkehrende Lungenkrebs-Erkrankungen erhielten.

Die Daten wurden für 4.724 Patienten erhoben, von denen 58 Prozent Carboplatin / Pemetrexed und 42 Prozent Carboplatin / Pemetrexed / Bevacizumab erhielten.

Wirksamkeit Gesamtüberleben

Die Forscher fanden heraus, dass das mediane Gesamtüberleben 12,1 in der mit Carboplatin / Pemetrexed / Bevazizzumab behandelten Gruppe und 8,6 Monate in der nur mit Carboplatin/Pemetrexed behandelten Gruppe betrug.

In einem multivariaten Modell blieb der Einsatz von Bevacizumab mit einer verbesserten Gesamtüberlebensrate verbunden (Hazard Ratio 0,80), schreiben die Studienautoren.

Die Wirkung von Bevacizumab blieb in einer Sekundäranalyse mit 539 Patienten an einer einzigen akademischen Institution unverändert, wobei die Daten an das Vorhandensein von Hirnmetastasen, Hemoptyse und Antikoagulation angepasst worden waren (Hazard Ratio 0,75).

In diesem großen, praxisnahen Datensatz wurde die Hinzufügung von Bevacizumab zu Carboplatin/Pemetrexed für metastasierenden, non-squamösen NSCLC mit einem verbesserten Gesamtüberleben in Verbindung gebracht, schließen die Wissenschaftler.
© arznei-news.de – Quellenangabe: Journal of the National Comprehensive Cancer Network – DOI: https://doi.org/10.6004/jnccn.2018.7102

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